Am 19. Jänner 2026, kurz vor 16 Uhr, kam es in Vandans, Vorarlberg, zu einem Küchenbrand, der durch eine achtlos stehen gelassene Kerze verursacht wurde. Eine 33-jährige Frau hatte vergessen, die brennende Kerze zu löschen, woraufhin das Feuer in ihrem Haus ausbrach. Nachbarn wurden auf die Alarmierungen der Rauchmelder im benachbarten Haus aufmerksam und verständigten die Bewohnerin, die zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht zuhause war. Diese bat eine 32-jährige Bekannte, die mit einem Zweitschlüssel Zugang zu ihrem Haus hatte, nachzusehen.

Beim Öffnen der Tür strömte Rauch aus dem Gebäude, was die Bekannte veranlasste, umgehend die Feuerwehr Vandans zu alarmieren. Die Feuerwehr rückte schnell mit zwei Fahrzeugen an und konnte den Brand in der Küche löschen. Leider wurde die Bekannte der Bewohnerin aufgrund einer Verdachtsdiagnose auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Bedeutung von Brandursachenanalysen

In Anbetracht solcher Vorfälle ist es wichtig, die Ursachen von Bränden zu verstehen. Laut dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS), das regelmäßig Brandursachenermittlungen durchführt, sind menschliches Fehlverhalten und elektrische Fehler die häufigsten Ursachen für Brände. Zwischen 2015 und 2024 wurden zahlreiche Brände analysiert, wobei die Ergebnisse in einer Schadendatenbank erfasst und statistisch ausgewertet werden. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass die Anteile der häufigsten Brandursachen stabil bleiben, aber gleichzeitig eine zunehmende Zahl von Akkubränden festgestellt wurde. Diese Zunahme wird hauptsächlich durch die steigende Anzahl akkubetriebener Geräte verursacht.

Die jährlich veröffentlichte Brandursachenstatistik des IFS basiert auf detaillierten Untersuchungen durch fachlich geschultes Personal und ist eine wichtige Informationsquelle zur Verbesserung der Brandsicherheit. Interessierte können weitere Informationen auf der Webseite des IFS www.ifs-ev.org finden.

Dieser Vorfall in Vandans verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig es ist, beim Umgang mit offenen Flammen Vorsicht walten zu lassen. Ein kleiner Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen haben, sowohl für die betroffenen Personen als auch für die angrenzenden Nachbarn.