Im Jahr 2026 hat BMW einen signifikanten Rückruf angekündigt, der sich auf mehrere Modelle auswirkt, da potenzielle Sicherheitsmängel festgestellt wurden. Laut 5min sind in Österreich 1.124 Fahrzeuge von dieser Rückrufaktion betroffen. Der Rückruf erstreckt sich über Autos mit einem spezifischen Starter-Relais, das zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert wurde.
Die betroffenen Modelle umfassen das 2er-Coupé sowie verschiedene Varianten der Baureihen 3er, 4er und 5er. Darüber hinaus sind auch der 6er Gran Turismo, die 7er Limousine sowie die SUV-Modelle X4, X5, X6 und der Z4 in die Rückrufaktion eingeschlossen. BMW hat betont, dass aufgrund von variierenden Transportwegen eine genaue Eingrenzung des Produktionszeitraums schwierig ist. Dennoch wurden spezifische Risiken identifiziert, darunter erhöhter Verschleiß des Magnetschalters, das Risiko eines Nichtstarts des Fahrzeugs, Kurzschlüsse und mögliche Fahrzeugbrände. Um solche Probleme zu vermeiden, empfiehlt BMW, das Fahrzeug nicht unbeaufsichtigt mit laufendem Motor zu lassen.
Rückrufdetails und empfohlene Maßnahmen
Die Überprüfung der eigenen Betroffenheit können Fahrzeughalter bequem über die BMW-Website mit ihrer 17-stelligen Fahrzeugidentifikationsnummer durchführen. BMW übernimmt sämtliche Kosten für technische Maßnahmen oder sicherheitsrelevante Rückrufe, und die betroffenen Fahrzeuge müssen in die jeweilige Werkstatt gebracht werden, um die Mängel zu beheben.
Zusätzlich zu dieser aktuellen Rückrufaktion hat das Kfz-Rückrufe auf einen weiteren erheblichen Rückruf hingewiesen, der im Zusammenhang mit fehlerhaften Takata-Airbags steht. In Deutschland sind insgesamt über 466.000 Fahrzeuge, hauptsächlich der Modelle 3er, 5er und X5, betroffen. Der Grund für diesen Rückruf liegt in einem Defekt im Gasgenerator des Fahrerairbags, der zu einer unkontrollierten Entfaltung bei der Airbagauslösung führen kann. Diese Rückrufaktion ist Teil einer längeren Historie und begann bereits 2016. Auch wenn der X5 von dieser spezifischen Erweiterung nicht betroffen ist, zeigt dies die anhaltenden Herausforderungen, die BMW mit den Takata-Airbags hat.
Rolle des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA)
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Aufgabe, sicherzustellen, dass solche Rückrufaktionen ordnungsgemäß abgewickelt werden. Laut KBA erhalten sie Informationen über Risiken durch verschiedene Kanäle, einschließlich eigener Prüfungen und Meldungen von Herstellern. Sollte ein ernster Mangel festgestellt werden, ordnet das KBA Rückrufe an und überwacht deren Durchführung. Fahrzeughalter sind gesetzlich dazu verpflichtet, an diesen Rückrufaktionen teilzunehmen, um Betriebsuntersagungen zu vermeiden.
Die Situation unterstreicht die fortwährenden Risiken in der Automobilindustrie und die Notwendigkeit für Hersteller, proaktiv Mängel an ihren Fahrzeugen zu identifizieren und zu beheben. Bei Zweifeln an der Verkehrssicherheit sollten Fahrzeughalter umgehend ihren Hersteller oder eine autorisierte Werkstatt kontaktieren, um sicherzustellen, dass ihre Fahrzeuge sicher betrieben werden können.