
Am 2. April, dem Welt-Autismus-Tag, hat Billa ein bedeutendes Projekt ins Leben gerufen: Die Einführung der „Stillen Stunde“ in 19 Märkten in Österreich. Dieses Konzept zielt darauf ab, die akustischen und visuellen Reize zu reduzieren, um den Einkauf für Menschen mit Autismus angenehmer zu gestalten. vienna.at berichtet, dass das Programm ursprünglich 2021 in der Goldeggasse in Wien gestartet wurde und seit 2022 bereits auf mehrere Standorte ausgeweitet wurde.
Zu den neuen Märkten gehören die Pilotengasse 76 und die Thaliastraße 154A in Wien sowie die Doktor-Gschmeidler-Straße 16 in Krems. Im Mai 2025 plant Billa, zehn zusätzliche Märkte in Oberösterreich hinzuzufügen. Weitere Standorte in anderen Bundesländern sind ebenfalls in Planung. Während der „Stillen Stunde“ kommt es zu speziellen Anpassungen: Es gibt keine Radio- und Werbeeinschaltungen, Marktdurchsagen werden ausgesetzt, und die Feinkostbestellungen werden auf die Theke gelegt, um den persönlichen Kontakt zu minimieren.
Schulung des Teams und Anpassungen im Einkaufserlebnis
Die Teams in den Billa-Märkten wurden speziell geschult, um auf die Bedürfnisse autistischer Kunden einzugehen. Das Kassenpersonal wurde angehalten, das Tempo anzupassen, sodass die Kunden ausreichend Zeit zum Einkaufen haben. Außerdem stehen kostenlose, desinfizierte Sonnenbrillen für lichtempfindliche Personen zur Verfügung, um deren Einkaufserlebnis weiter zu verbessern.
Die „Stille Stunde“ findet von Montag bis Samstag nachmittags statt, wobei die Zeitpunkte individuell an den jeweiligen Standort angepasst sind. Die genaue Liste der teilnehmenden Märkte mit ihren spezifischen Zeiten ist umfassend und erstreckt sich über verschiedene Bundesländer, darunter Wien, Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und Steiermark. In der Goldeggasse etwa ist die stille Stunde von 14 bis 15 Uhr, während in der Pilotengasse ein früherer Zeitraum von 9 bis 10 Uhr angeboten wird.
Inklusion im Handel
Das Engagement von Billa in diesem Bereich spiegelt eine breitere gesellschaftliche Bewegung wider. Inklusion wird zunehmend wichtiger, und der Einzelhandel spielt dabei eine entscheidende Rolle. Projekte wie die „Stille Stunde“ fördern nicht nur die Teilhabe von Menschen mit Autismus, sondern auch die allgemeine Barrierefreiheit im Markt. EDEKA hat ähnliche Konzepte eingeführt, um Menschen mit Behinderung das Einkaufen zu erleichtern und ein optimales Einkaufserlebnis für alle Kunden zu schaffen.
In vielen Märkten werden bauliche Maßnahmen umgesetzt, um den Zugang für Rollstuhlfahrer:innen zu verbessern, und auch Schulungen in Gebärdensprache gehören zum Angebot, um gehörlosen Kund:innen den Zugang zu erleichtern. Diese Anstrengungen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft, die allen Menschen die gleichen Chancen bietet.
Das Programm der „Stillen Stunde“ von Billa stellt somit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses für Menschen mit Autismus dar, sondern auch einen wertvollen Schritt zur Förderung von Inklusion und Barrierefreiheit im Einzelhandel.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung