
Die BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) hat in ihrer aktuellen Konzernbilanz für 2024 beeindruckende Zahlen präsentiert, die von einer gezielten Investitionsstrategie geprägt sind. Ein Gesamtbetrag von 1,079 Milliarden Euro wurde in Neubau, Sanierung und Instandhaltung investiert, was zur Sicherung von 11.500 Arbeitsplätzen in Österreich beigetragen hat. Zudem wurden mehr als 2.000 heimische Firmen aus der Baubranche mit Aufträgen bedacht. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 1,533 Milliarden Euro im Vergleich zu 1,422 Milliarden Euro im Jahr 2023.
Die Bilanz weist auch einen steigenden Fair Value des Portfolios aus, welcher auf über 18 Milliarden Euro angewachsen ist, während der Vermietungsgrad stabil bei 99,0 Prozent bleibt. Die operativen Ergebnisse (EBITDA) betrugen 880,5 Millionen Euro, was einen Anstieg im Vergleich zu 834,5 Millionen Euro im Vorjahr darstellt. Trotz dieses Erfolgs sank der Gewinn der Periode auf 884,5 Millionen Euro, bedingt durch erhöhte Investitionen in die Dekarbonisierung der Gebäude. Die BIG plant, bis 2040 insgesamt 2 Milliarden Euro in die Dekarbonisierung zu investieren.
Investitionen in Nachhaltigkeit
Die steigenden Investitionen in nachhaltige Bauprojekte sind ein zentrales Anliegen der BIG. So flossen über 350 Millionen Euro in den Bau von Schulen und Universitäten. Ein bedeutendes Projekt, das die Stadtentwicklung in Wien fördert, ist das „Village im Dritten“, welches etwa 2.000 Wohnungen und ein Erdwärmenetz beinhaltet. Diese Maßnahmen unterstützen nicht nur die Reduktion der CO2-Emissionen, sondern tragen auch zur Verbesserung der Lebensqualität in städtischen Gebieten bei.
Ein Fokus liegt dabei auf der Umsetzung der europäischen Klimaziele, die auf eine Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 ausgerichtet sind. Die Strategie „A Renovation Wave for Europe“ zielt darauf ab, die Energieeffizienz in der Bauwirtschaft bis zum Jahr 2030 signifikant zu steigern, was im Einklang mit der Entwicklungskultur der BIG steht. Österreich strebt bis 2040 klimaneutrale Bauweisen an, wobei nachhaltiges Bauen als Schlüssel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen gilt.
Nachhaltige Bauten und zukünftige Herausforderungen
Der Bau- und Gebäudesektor stellt eine der größten Herausforderungen im Kontext des Klimaschutzes dar. Er ist weltweit für 38 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich, laut Angaben der IEA ist eine Reduzierung der direkten CO2-Emissionen von Gebäuden um 50 Prozent bis 2030 notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Die BIG hat bereits 2022 mit den ersten Investitionen in die Dekarbonisierung begonnen und plant, einen jährlichen Betrag von über 100 Millionen Euro in diese Strategie zu investieren.
Die BIG trägt nicht nur zu einer nachhaltigen Bauweise bei, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Basis in Österreich. Laut Berechnungen generiert jede investierte Milliarde Euro eine Wertschöpfung von 850 Millionen Euro und lockt 400 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an. Dies unterstützt die lokale Wirtschaft und fördert innovative Ansätze im Bauwesen.
Für die kommenden Jahre wird die BIG weiterhin an der Umsetzung umweltfreundlicher und ressourcenschonender Bauprojekte arbeiten, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität in Österreich zu sichern. Diese Vorgehensweise reflektiert das Engagement der BIG für nachhaltige Entwicklung und die Schaffung hochwertiger Lebensräume.
Wie in der Konzernbilanz klar dargestellt wird, nimmt die BIG ihre Verantwortung ernst und setzt auf innovative, nachhaltige Lösungen, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch Sinn ergeben. Die Umsetzung dieser Projekte wird mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, da sie nicht nur einen Beitrag zur Reduktion von Emissionen leisten, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze sichern.
Weitere Informationen über die Entwicklungen und Pläne der BIG sind auf ots.at, nachrichten.at und energy-innovation-austria.at zu finden.
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