Österreichs Bevölkerung hat zum 1. Jänner 2026 die Marke von 9.219.113 Menschen erreicht, was einem Wachstum von etwa 21.900 Personen entspricht. Dieses Bevölkerungswachstum im Jahr 2025 fiel jedoch geringer aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2022 betrug das Bevölkerungsplus noch 1,4 Prozent. Besonders auffällig ist das deutlichste Bevölkerungsplus in Wien, während das Wachstum in den Bundesländern Kärnten und Steiermark stagniert, jedoch leicht positiv bleibt. Ein negativer Trend zeigt sich hingegen im Burgenland, wo die Bevölkerung um 116 Personen zurückging, wie 5min.at berichtet.

Auf Bezirksebene konnten in 49 Bezirken einen Bevölkerungsanstieg verzeichnet werden. Beispielsweise haben Wiener Neustadt und Eisenstadt jeweils ein Plus von 1,8 Prozent. Dem gegenüber stehen 45 Bezirke, in denen die Bevölkerungszahl gesunken ist, darunter Murau mit einem Rückgang von 0,9 Prozent und Bruck-Mürzzuschlag mit minus 0,8 Prozent. Die Entwicklung in den Bundesländern zeigt spezifische Zahlen:

Bundesland Bevölkerungsentwicklung
Wien +13.747 Menschen (0,68 Prozent)
Niederösterreich +2.580 Menschen (0,15 Prozent)
Oberösterreich +2.150 Menschen (0,14 Prozent)
Tirol +1.514 Menschen (0,19 Prozent)
Salzburg +902 Menschen (0,16 Prozent)
Vorarlberg +572 Menschen (0,14 Prozent)
Steiermark +479 Menschen (0,04 Prozent)
Kärnten +72 Menschen (0,01 Prozent)
Burgenland -116 Menschen (-0,04 Prozent)

Demografische Entwicklungen und Ausländeranteil

Der Ausländeranteil in Österreich ist auf 20,5 Prozent gestiegen, was etwa 1.890.740 Menschen entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Ausländeranteil bei 20,2 Prozent lag, ist dies ein leichter Anstieg. Wien weist mit 37 Prozent den höchsten Ausländeranteil auf, gefolgt von Salzburg mit 21,1 Prozent und Vorarlberg mit 21 Prozent. Die niedrigsten Ausländeranteile sind im Burgenland (11,7 Prozent), Niederösterreich (12,7 Prozent) und Kärnten (14 Prozent) zu finden.

Die demografische Struktur Österreichs wird seit 2002 durch das Zentrale Melderegister (ZMR) erfasst. Diese Methode hat sich als stabil erwiesen, insbesondere zur Qualitätssicherung, da auch zusätzliche administrative Datenquellen verwendet werden. Wichtig ist, dass Personen, die für mehr als 90 Tage in Österreich mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, gezählt werden. Vor 2002 basierten die Bevölkerungszahlen auf Volkszählungen, die nun nicht mehr durchgeführt werden. Aktuell leben etwa 28 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, was den Trend der zunehmenden Vielfalt in der Bevölkerung widerspiegelt, wie die Statistiken von statistik.at belegen.

Zukunftsausblick

Die Prognosen deuten auf einen weiteren demografischen Wandel hin. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt stetig. Im Jahr 2024 lag es bei 43,6 Jahren, im Vergleich zu 42,3 Jahren im Jahr 2014. Während die Anzahl der unter 20-Jährigen abnimmt, wird eine Zunahme der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren erwartet. Dies stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf das Sozialsystem und die Gesundheitsversorgung. Angesichts dieser Entwicklungen ist eine umfassende Analyse der Lebensumstände in Österreich notwendig, um auf die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen angemessen reagieren zu können. Weitere Informationen zu diesen demografischen Trends und Statistiken finden Sie auf Statista.