Österreich erlebt eine uneinheitliche Bevölkerungsentwicklung. Während die Gesamtbevölkerung am 1. Jänner 2026 bei 9.219.113 Menschen lag, meldet das Burgenland einen Rückgang von 116 Personen, während Wien mit einem Zuwachs von 13.747 Menschen das größte Wachstum verzeichnete. Dieser Zuwachs entspricht einem Anstieg von 0,68 % für die Bundeshauptstadt und spiegelt den Trend wieder, dass insbesondere städtische Regionen zu den Wachstumszentren gehören.

Das Gesamtwachstum für Österreich lag 2025 bei 21.900 Menschen. Die Entwicklung variiert jedoch stark zwischen den Bundesländern und Bezirken. Während beispielsweise Kärnten mit 72 zusätzlichen Personen nur minimal wächst, zeigt sich eine deutliche Divergenz in der Bevölkerungstrends innerhalb Wiens. Hier sind von 23 Bezirken tatsächlich acht von einem Rückgang betroffen.

Bevölkerungsrückgang in Bezirken

Insgesamt hatten in Österreich 45 von 94 Bezirken einen Bevölkerungsrückgang. Wien-Ottakring (16. Bezirk) weist mit 1.119 verlorenen Einwohnern den stärksten Rückgang auf. Weitere Bezirke sind von ähnlichen Entwicklungen betroffen, darunter:

Bezirk Bevölkerung Rückgang
Wien-Ottakring (16.) 101.608 -1.119
Bruck-Mürzzuschlag 96.309 -768
Wien-Margareten (5.) 54.104 -477
Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus (15.) 75.450 -452
Spittal an der Drau 75.126 -419

Während einige Bezirke mit einem Rückgang zu kämpfen haben, fanden sich auch Bezirke mit minimalem Wachstum, etwa Eferding in Oberösterreich (+3) und Klagenfurt-Land in Kärnten (+7). Diese Entwicklungen verdeutlichen die Herausforderung, vor der viele Regionen stehen: Eine positive demografische Entwicklung ist nicht in allen Teilen des Landes gewährleistet.

Demografische Trends und Prognosen

Die Demografie Österreichs zeigt insgesamt eine negative Geburtenbilanz seit den letzten fünf Jahren, mit etwa 77.000 Geburten und 88.000 Todesfällen im Jahr 2024. Die Fertilitätsrate liegt bei 1,31 Kindern je Frau, was weit unter dem benötigten Wert von 2,1 für eine stabil bleibende Bevölkerung ist. Diese Erhöhung des Durchschnittsalters, die 2024 bereits bei 43,6 Jahren lag, wird als bedeutender demografischer Wandel wahrgenommen.

Zudem ist in den letzten Jahren ein Wanderungsüberschuss zu verzeichnen, da Österreich ca. 180.000 Zuwanderungen gegenüber 130.000 Auswanderungen meldet. Dies führt dazu, dass etwa 28 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben und der Migrantenanteil in Wien besonders hoch ist. Die größten Ausländergruppen umfassen Deutsche, Rumänen und Türken.

Prognosen zeigen, dass der Trend hin zu einer älteren Bevölkerung weiter zunehmen wird. Dies ist besonders relevant, da die Notwendigkeit besteht, passende Maßnahmen zu ergreifen, um den Herausforderungen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben, zu begegnen. Laut den demografischen Prognosen von statistik.at wird die Bevölkerung speziell nach Alter, Geschlecht und Geburtsland differenziert betrachtet, um eine adäquate Planung für die Zukunft zu gewährleisten.

Alles in allem steht Österreich vor einer komplexen demografischen Situation, die sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Die Entwicklung der Bevölkerung in städtischen und ländlichen Gebieten wird in den kommenden Jahren entscheidend für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität des Landes sein. Für weitere Informationen zu den aktuellen demographischen Trends, verweisen wir auf die ausführlichen Analysen von 5min und Statista.