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Baumit setzt auf grüne Mobilität: 90 % weniger CO2 mit neuem Treibstoff!

Zum Jahresbeginn 2025 hat die Baumit Österreich eine umfassende Umstellung ihres Fuhrparks und der dieselbetriebenen Fördermaschinen vollzogen. Statt fossilem Diesel setzt das Unternehmen nun auf Hydrotreated Vegetable Oils (HVO). Dies wurde in einem Bericht von noen.at bekannt gegeben. HVO ist ein erneuerbarer Treibstoff, der aus Abfällen, Fetten, pflanzlichen Reststoffen und Pflanzenölen hergestellt wird. Durch diese Umstellung kann Baumit bis zu 90 % der CO2-Emissionen und über 30 % der Feinstaubpartikel im Vergleich zu herkömmlichem Diesel einsparen.

Die größten Emissionen im Verkehrssektor betreffen vor allem den Straßenverkehr, der über 96 % der Treibhausgasemissionen verursacht. Im Jahr 2022 stiegen die CO2-Emissionen im Verkehr wieder leicht auf 148 Millionen Tonnen, was das Jahresziel des Klimaschutzgesetzes um 9 Millionen Tonnen überschreitet. Um die Klimaziele zu erreichen, ist eine drastische Reduktion der Emissionen notwendig, beispielsweise durch den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe wie HVO.

Nachhaltige Mobilität im Fokus

Zusätzlich zu den Veränderungen in der Kraftstoffnutzung hat Baumit auch 30 E-Ladepunkte errichtet, um die nachhaltige Mobilität weiter zu fördern. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den Zielsetzungen, die in der Bundesregierung angestrebt werden. Im April 2024 wurde die 10. Bundesimmissionsschutzverordnung geändert, die HVO 100 an Tankstellen in Deutschland offiziell zulässt. Der nachhaltige Biodieselkraftstoff hat ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von über 90 % und kann ohne technische Umrüstungen von modernen Dieselmotoren verwendet werden.

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Die Einführung von HVO 100 könnte eine entscheidende Rolle in der Verkehrswende spielen, die laut Experten notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen. Eine tiefgreifende Transformation der Mobilitätsbranche ist erforderlich, die sowohl durch Verkehrsvermeidung als auch durch Effizienzsteigerungen erreicht werden kann. Aktuell liegt der spezifische Kraftstoffverbrauch von Pkw über den Testverbräuchen, was die Notwendigkeit für alternative Kraftstoffe weiter unterstreicht.

Ausblick auf die Zukunft der Mobilität

Für Deutschland ist das Ziel bis 2030 eine Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrssektor auf 85 Millionen Tonnen notwendig, was eine nahezu Halbierung innerhalb eines Jahrzehnts bedeutet. Die Europäische Union hat im Februar 2023 beschlossen, ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen, was den Druck auf die Branche erhöht, auf nachhaltige Alternativen umzusteigen.

Die Veränderungen in der Verkehrs- und Mobilitätspolitik sind bereits deutlich spürbar. Die Förderung von Elektrofahrzeugen und die Notwendigkeit zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs stehen auf der Agenda der Bundesregierung. Dennoch sind die bestehenden finanziellen Mittel oft nur für einen mäßigen Ausbau ausreichend. Ein umfassender Plan zur Förderung des Radverkehrs ist ebenfalls in Arbeit, kämpft jedoch noch gegen bestehende gesetzliche Hindernisse.

Um die gesetzten Klimaziele zu erreichen, ist es entscheidend, innovative Ansätze zu verfolgen und nachhaltige Technologien wie HVO verstärkt zu nutzen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie erfolgreich die angestrebte Verkehrswende in Deutschland umgesetzt werden kann, und welche Rolle Unternehmen wie Baumit dabei spielen.

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Was ist passiert?
Umwelt
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Waldegg, Österreich
Beste Referenz
noen.at
Weitere Quellen
bmdv.bund.de

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