
In der österreichischen Gemeinde Arnoldstein ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 2. April 2025 eine Bankomatsprengung. Waltraud Dullnigg, Pressesprecherin der Landespolizeidirektion, bestätigte den Vorfall und kündigte eine großflächige Fahndung nach den Tätern an. Zur Unterstützung sind Polizeihubschrauber, Hundeführer und zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz. Weitere Informationen zu den Geschehnissen werden in Kürze erwartet, da die Ermittlungen bereits in vollem Gange sind. Die Situation in Arnoldstein ist Teil eines bedrohlichen Trends in Österreich, der in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Eine Sonderkommission mit dem Namen „SOKO Bankomat“ wurde eingerichtet, um dieser zunehmen Gefahr zu begegnen.
Zunehmende Sprengungen von Bankomaten
Die Anzahl der Bankomatsprengungen in Österreich hat sich im Jahr 2023 auf besorgniserregende 14 Fälle erhöht, was bereits die Gesamtsumme für das gesamte Jahr 2024 übersteigt, als es nur 13 Sprengungen gab. Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den Zahlen der Vorjahre, in denen 19 Sprengungen im Jahr 2022, 8 im Jahr 2021 und 7 im Jahr 2020 verzeichnet wurden. Die bisherigen Höchstwerte aus 2018 und 2019 könnten bald überschritten werden. Das Phänomen ist nicht neu; bereits in den Jahren 2010 und 2011 gab es eine Serie von Bankomatsprengungen und -diebstählen, die die Behörden vor große Herausforderungen stellte. Aktuell berichten Ermittler von mindestens fünf aktiven Tätergruppen im Land.
Die Sonderkommission „SOKO Bankomat“, die unter der Leitung von Dieter Csefan steht, wurde eingerichtet, um nationale und internationale Ermittlungen zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Banken zu verbessern. Dies wird als eine notwendige Maßnahme angesehen, da Banken mittlerweile ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt haben und einige Bankomaten vorübergehend stillgelegt wurden.
Rechtliche Schritte gegen Tatverdächtige
Im Zusammenhang mit Bankomatsprengungen hat die Bundesanwaltschaft eine Anklage gegen einen rumänischen Staatsbürger eingereicht. Dieser wird wegen seiner Beteiligung an der Sprengung von zwei Bankomaten im Kanton Schaffhausen im Jahr 2021 zur Verantwortung gezogen. In einem Vorfall in Wilchingen wurden dabei 37'380 Franken und 8550 Euro entwendet, während der Sachschaden ungefähr 51'500 Franken betrug. Ein weiterer Vorfall in Buchberg endete ohne Beute, hinterließ jedoch einen Sachschaden von etwa 223'000 Franken. Der Beschuldigte wurde in Ungarn festgenommen und an die Schweiz ausgeliefert, wo er sich nun in Untersuchungshaft befindet.
Die Anklage gegen den Rumänen umfasst schwerwiegende Delikte wie Gefährdung durch Sprengstoffe, qualifizierten Diebstahl und die Entwendung eines Fahrzeugs. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren rechtlichen Schritte die Behörden einleiten werden, um die zunehmende Kriminalität rund um Bankomaten zu bekämpfen.
Die Lage bleibt angespannt, und die Einsätze der Polizei sowie die Ermittlungen der Sonderkommission „SOKO Bankomat“ sind angesichts der dramatischen Zunahme von Bankomatsprengungen von entscheidender Bedeutung.
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