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Bankomat in Arnoldstein gesprengt: Täter auf der Flucht!

In einer präkären Lage kam es in der Nacht zum 2. April 2025 zu einer Sprengung eines Bankomaten in Arnoldstein. Laut einem Bericht von Klick Kärnten, wurde der Alarm um 3:23 Uhr ausgelöst, als die Polizei am Tatort eintraf und Verwüstungen feststellte. Der Außenbankomat der betroffenen Bank sowie Teile der Fassade wurden erheblich beschädigt. Ein sofortiger Alarmfahndung wurde eingeleitet, an der zahlreiche Polizeikräfte beteiligt waren, darunter Einheiten aus dem Bezirk Villach, die Stadtpolizei Villach, Grenzpolizisten, Polizeihundführer, eine Bereitschaftseinheit und der Polizeihubschrauber Libelle.

Die Täter sind bislang flüchtig, während das Landeskriminalamt Kärnten die Ermittlungen übernommen hat. Am Tatort wurden Spuren gesichert und der Entschärfungsdienst der Direktion für Spezialeinheiten hinzugezogen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, und die Ermittlungen sind im Gange.

Bankomat-Sprengungen in Österreich

Dieser Vorfall ist nicht isoliert, denn seit Jahresbeginn 2025 wurden in Österreich bereits 14 Bankomatsprengungen verzeichnet. Laut einem Bericht von Vienna.at hat das Bundeskriminalamt (BK) die "SOKO Bankomat" gegründet, um diesem Problem verstärkt entgegenzuwirken. Die aktuellen Tätergruppen agieren unauffälliger und schneller und scheinen hauptsächlich aus den Niederlanden zu stammen.

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BK-Leiter Dieter Csefan hebt die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den Banken hervor, um dieses Phänomen zu bekämpfen. Zudem ist festgestellt worden, dass die Täter in den Niederlanden Erfolge erzielt haben und nun zunehmend in den deutschsprachigen Raum ausweichen. Auffällig ist, dass die Sprengungen nicht nur im grenznahen Raum, sondern auch in urbanen Gebieten ein Problem darstellen, was die Prävention erschwert.

Die Täter und ihre Vorgehensweise

Obwohl media oft die marokkanische Mafia, auch bekannt als "Mocro-Mafia", als verantwortlich für diese Delikte benennt, ist der Migrationshintergrund nicht ausschlaggebend. Diese Gruppierung wird auf etwa 1.000 Mitglieder geschätzt, die in Kleingruppen von 20 bis 100 Personen organisiert sind. Täter werden in den Niederlanden trainiert und reisen für ihre Taten durch ganz Europa.

Seit 2018, wo es mit 59 Angriffen den bisherigen Höhepunkt an Bankomatsprengungen gab, hat sich die Taktik der Täter weiterentwickelt. Sie verwenden Pyrotechnik und setzen auf eine "Hit and Run"-Taktik, während sie hochmotorisierte Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten über 200 km/h nutzen. Oft sind sie vermummt und tragen Overalls, um DNA-Spuren mit Klebebändern zu vermeiden, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.

Die "SOKO Bankomat" konzentriert sich darauf, ein umfassendes Bild der Situation in Österreich zu erstellen und internationale Erkenntnisse auszutauschen. Die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden ist dabei entscheidend, wie die Festnahme eines niederländischen Staatsbürgers in Tschechien im Juli 2024 eindrücklich zeigt.

Ort des Geschehens


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Was ist passiert?
Bankomatsprengung
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Arnoldstein
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Arnoldstein, Österreich
Beste Referenz
klick-kaernten.at

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