Anna Gasser hat beim Slopestyle-Weltcup in Laax einen bemerkenswerten dritten Platz errungen. Dieser Wettkampf, der am 18. Jänner 2026 stattfand, war Gassers erster nach einer langen Verletzungspause, die sie aufgrund einer Schulterluxation im Juli 2025 erlitten hatte, die eine Operation erforderlich machte. Trotz der schwierigen Bedingungen, die von starkem Wind und vielen Stürzen geprägt waren, zeigte Gasser eine beeindruckende Leistung und erzielte eine Wertung von 69,70 Punkten. Die junge Japanerin Kokomo Murase sicherte sich den Sieg mit 77,55 Punkten, gefolgt von der US-Amerikanerin Lily Dhawornvej mit 71,18 Punkten.

Gassers Rückkehr zur Konkurrenz war von Spannung geprägt. Bei der Weltmeisterschaft Ende März 2025 im Engadin hatte sie bereits die Plätze fünf und sechs im Slopestyle und Big Air belegt. Im Wettkampf in Laax verpasste sie im ersten Run das erste Rail, was sie dazu zwang, im zweiten Run anzutreten. Ihre erste Bewertung belief sich auf 70,18 Punkte, doch im Versuch zwei musste sie aufgrund einer Unsicherheit nach dem zweiten Rail auf schwierigere Tricks verzichten und konnte ihren Score nicht verbessern. In der Endabrechnung wurde sie von Murase gerade so auf den vierten Platz verdrängt.

Bedingungen und Wettkampfverlauf

Der Slopestyle-Wettkampf in Laax wurde um Stunden verschoben, da sich die Athletinnen nicht leicht einigen konnten. Eine Abstimmung unter den zehn Teilnehmerinnen endete 5:5, woraufhin die Jury letztlich entschied, das Event dennoch durchzuführen, trotz Gassers Bedenken. Diese Umstände trugen zur Dramatik des Wettkampfes bei, der für viele Athleetinnen herausfordernd war.

Die Männerkonkurrenz wurde von dem Franzosen Romain Allemand gewonnen, der mit 86,70 Punkten seine Premierensaison krönte. Er setzte sich vor den Japaner Yuto Kimura (81,95 Punkte) und den Chinesen Su Yiming (76,10 Punkte) durch.

Sicherheitsaspekte im Skisport

<pDie Urlaubszeit auf den Pisten wird häufig von Verletzungen begleitet. In der Saison 2023/2024 ist die Zahl der verletzten Skifahrerinnen auf geschätzte 46.000 bis 48.000 angestiegen. Dies zeigt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80, jedoch einen Anstieg im Vergleich zur Vorsaison. Laut aktuellen Statistiken muss man mit einem stabilen Risiko von 1,73 stationären Behandlungen pro 1.000 Skifahrerinnen rechnen. Sorgen bereiten insbesondere die zunehmenden Verletzungen im Bereich der Knie und Schultern, die von 2,70 auf 3,01 sowie von 2,61 auf 2,64 pro 1.000 Skifahrer*innen gestiegen sind.

Gassers Rückkehr zur Wettbewerbsbühne fiel in eine Zeit, in der auch Sicherheitsaspekte im Skisport zunehmend diskutiert werden müssen. Die Risiken für Kollisionsunfälle zeigen einen Aufwärtstrend, was für Athleten wie Gasser ein zusätzlicher Faktor ist, den sie berücksichtigen müssen, während sie sich auf ihre Wettkämpfe vorbereiten.

Die Leistungen von Gasser in Laax sind also nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern spiegeln auch die Herausforderungen wider, mit denen Athleten in der aktuellen Saison konfrontiert sind.