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Allianz Re: Konflikt um Homeoffice spitzt sich vor Gericht zu!

Wien – Die Allianz für den freien Sonntag Österreich hat die neue Initiative der Europäischen Kommission zur gerechten Gestaltung von Telearbeit und Ruhezeiten begrüßt. Diese Maßnahme, die die Rechte der Arbeitnehmer stärken soll, ist laut dem Verband ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung und der Telearbeit zu begegnen. Wie die Allianz in einer Mitteilung erläutert, befürwortet sie nachdrücklich ein Recht auf Ruhezeiten, das Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, einen gemeinsamen Ruhetag für die Arbeitnehmenden einzuführen. Diese Initiative könnte nicht nur die gesundheitlichen Belastungen durch ständige Erreichbarkeit verringern, sondern auch zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen, indem sie Zeit für gemeinsame Aktivitäten schafft. Die Allianz fordert davon die EU auf, einen solchen Ruhetag in ihre Gesetzesvorschläge zu integrieren, wobei Ausnahmen nur für kritische Sektoren wie Notdienste und Gesundheitswesen gelten sollen, wie auf kathpress.at berichtet wurde.

Unterdessen zeigt eine Studie des ifo Instituts, dass Homeoffice für einen beträchtlichen Teil der Beschäftigten und Unternehmen in Deutschland zur Normalität geworden ist. Besonders in großen Städten wie Berlin, Hamburg und München setzen viele Unternehmen auf eine Kombination aus Präsenztagen und Telearbeit. Die Allianz Re, eine Tochterfirma der Allianz-Gruppe, erlebt jedoch seit über einem Jahr Spannungen zwischen dem Betriebsrat und der Unternehmensführung hinsichtlich der Rückkehr ins Büro. Das Arbeitsgericht München hatte sich zuletzt mit diesem Konflikt befasst. Der Betriebsrat kritisiert, dass Mitarbeiter ohne vorherige Abstimmung zurück ins Büro beordert werden, was im Widerspruch zur bestehenden Betriebsvereinbarung aus dem Jahr 2016 steht. Diese Vereinbarung schreibt vor, dass mobiles Arbeiten ohne Druck und in Absprache zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten zu handhaben ist. Dr. Markus Adams, der Betriebsratsvorsitzende, äußerte, dass es nicht akzeptabel sei, wenn Führungskräfte weiterhin im Homeoffice bleiben, während reguläre Mitarbeitende ins Büro zurückgerufen werden. Eine klare Regelung sei unumgänglich. Die Allianz Re versucht, eine neue Betriebsvereinbarung zu etablieren, die flexibles Arbeiten ermöglicht. Aktuell sind die Mitarbeiter noch an die alte Vereinbarung gebunden, die für die rund 20.000 Beschäftigten in Deutschland vier Präsenztage pro Monat festlegt. Ein neuer Gerichtstermin zur Klärung der Regelungen ist für den 25. April angesetzt, wie versicherungsbote.de berichtet.

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Beste Referenz
kathpress.at
Weitere Quellen
versicherungsbote.de

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