Am 8. Jänner 2026 kam es im 19. Bezirk von Wien-Döbling zu einem schweren Vorfall, bei dem eine Polizistin während eines Einsatzes verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich in einem Lebensmittelgeschäft, in dem ein Ladendieb von einer aufmerksamen Zeugin beim Versuch, unentgeltlich Kosmetikartikel und alkoholische Getränke zu entwenden, beobachtet wurde. Der Mann verstaut die entwendeten Waren in seiner Jacke und wollte ohne zu bezahlen den Kassabereich passieren. Bei der anschließenden Kontrolle durch die Polizei zeigte sich der 26-jährige Ungar jedoch aggressiv und versuchte zu flüchten. Währenddessen zerbrach eine Flasche, was zu einer weiteren Eskalation führte.
Als die Polizistin versuchte, den Mann zu stoppen, wurde sie von ihm mit Schlägen und Tritten verletzt. Infolgedessen musste sie notfallmedizinisch behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden. Der Täter wurde vorläufig festgenommen und sieht sich nun mehreren Anklagen gegenüber, darunter versuchter gewerbsmäßiger Diebstahl, versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie schwere Körperverletzung. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Mann in eine Justizanstalt überstellt. Solche Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Herausforderungen, denen die Polizei im Alltag gegenübersteht.
Statistische Einordnung von Kriminalität
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst und stellt die Entwicklungen des kriminellen Geschehens in Österreich dar. Sie ist ein wichtiges Instrument zur Planung strategischer kriminalpolizeilicher Maßnahmen. Die Erfassung erfolgt elektronisch seit 2001, wobei alle angezeigten Fälle berücksichtigt werden, die der Polizei bekannt gemacht und an das Gericht übermittelt wurden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Dunkelfeld der Kriminalität, also nicht angezeigte Straftaten und die Ausgänge von Gerichtsverfahren, in dieser Statistik nicht erfasst werden.
Die PKS ist nicht nur eine Anzeigenstatistik, sondern bietet auch einen Überblick über Langzeitentwicklungen, die zur Bekämpfung von Kriminalität genutzt werden. Einflussfaktoren auf die Zahlen der PKS sind unter anderem das Anzeigeverhalten der Bevölkerung und die Intensität polizeilicher Kontrollen. Die statistischen Daten werden laufend an neue gesetzliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Phänomene angepasst, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und präventive wie repressive Maßnahmen zu unterstützen. Jährliche Sicherheitsberichte liefern detaillierte Informationen über die PKS und damit verbundene kriminalpolitische Entwicklungen.
Die aktuellen Vorfälle unterstreichen den ständigen Bedarf an Diskussionen über Sicherheit und die Herausforderungen, die mit der Verbrechensbekämpfung einhergehen. Die Polizei sieht sich in ihrer Arbeit nicht nur der Kriminalität selbst gegenüber, sondern auch der physischen Gefährdung ihrer Beamten, während sie versuchen, das Gesetz durchzusetzen.
Für weitere Informationen über die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) können Interessierte die Webseite des Bundeskriminalamts besuchen.