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Ärztin in Todesangst: Drohungen führten zu tragischem Suizid!

Die Tragödie um die aus Ihrer Ordination in Österreich tätige Ärztin Kellermayr wirft einen Schatten auf die Debatte über den Umgang mit Bedrohungen gegen medizinisches Personal. Laut Kleine Zeitung war Kellermayr eine leidenschaftliche Impfbefürworterin, die während der Corona-Pandemie massiv unter Druck geriet. Sie erhielt Drohungen über E-Mail und soziale Medien, die laut Angaben aus dem Prozess mutmaßlich von Impfgegnern stammten.

Am 22. November 2021 stellte Kellermayr erstmals Anzeige. Doch die Situation eskalierte: Im Sommer 2022 schloss sie ihre Ordination aus Sicherheitsgründen und einige Wochen später beging sie Suizid. Die Drohnachrichten kamen von einem Darknet-Nutzer namens "Claas", der schreckliche Todes- und Folterdrohungen versendete, sowie von einem angeklagten Deutschen, der sie über E-Mail und Twitter (heute X) vor ein „Volkstribunal“ stellte. Dieser Angeklagte bestreitet die Vorwürfe, sieht sich in einem wechselseitigen Streitgespräch und bekannte sich nicht schuldig.

Psychische Belastungen im Gesundheitswesen

Die Berichterstattung über den Fall Kellermayr wirft auch ein Licht auf eine breitere Problematik: die psychische Gesundheit von Ärzten und Pflegepersonal. Laut einer Umfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesundheits- und Sozialwesen besonders häufig. Ein Bericht von Ärzteblatt hebt hervor, dass die WHO gemeinsam mit der Europäischen Kommission eine Umfrage zur psychischen Gesundheit und zum Wohlbefinden von ärztlichem und pflegerischem Personal durchführt. Ziel ist es, Informationen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sammeln.

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Die Umfrage wird Ärzte und Pflegekräfte in den 27 Mitgliedstaaten der EU sowie in Norwegen und Island befragen. Die Teilnahme ist anonym und der Onlinefragebogen richtet sich an alle aktuell tätigen Berufsangehörigen, unabhängig von ihrem Arbeitsumfeld oder ihrer Fachrichtung. Die Ergebnisse dieser wichtigen Umfrage sollen im Jahr 2025 veröffentlicht werden.

Die Auswirkungen der Bedrohungen

Im Prozess zu Kellermayrs Tod berichteten Zeugen von ihrem überwältigenden Gefühl der Bedrohung. Eine Zeugin erwähnte, dass Kellermayr konkrete Suizidgedanken äußerte, sich aber bereit erklärte, sich in Behandlung zu begeben. Eine ehemalige Mitarbeiterin bestätigte ebenfalls, dass Kellermayr Angst hatte, insbesondere vor "Claas". In einem Abschiedsbrief griff Kellermayr die Drohungen des Angeklagten auf. Eine Datenexpertin half ihr dabei, die Absender der Drohungen zu identifizieren; der Beschuldigte war relativ leicht zu finden, da er mit seiner eigenen Adresse schrieb.

Der Prozess wird weiterverfolgt, mit einem Urteil, das für den 9. April geplant ist. Sollte der Angeklagte verurteilt werden, drohen ihm Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren.

Ort des Geschehens


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Was ist passiert?
Drohung, Suizid
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Kellermayr, Österreich
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Drohungen
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kleinezeitung.at

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