EUOberösterreichÖsterreichPolizei

Achtung, Betrugswarnung: Falsche Ärzte unterwegs – So schützt du dich!

In den letzten Wochen hat eine neue Betrugsmasche in Österreich Aufsehen erregt, bei der sich Kriminelle als medizinisches Personal ausgeben. Diese Betrüger nutzen österreichische Festnetznummern und geben vor, ein Familienmitglied sei schwer erkrankt und benötige dringend eine spezielle Medikation. Allerdings wird behauptet, dass die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, weshalb die Opfer aufgefordert werden, eine Vorauszahlung zu leisten, die in manchen Fällen bis zu 165.000 Euro betragen kann. Ein besonders perfider Aspekt dieser Masche ist, dass die Täter anbieten, medizinisches Personal zur Abholung des Geldes zu senden. Die Übergabe erfolgt bar an einem vorher bestimmten Treffpunkt. Die Betrüger sprechen dabei akzentfrei Deutsch, was das Misstrauen bei den Opfern mindern soll. Dies berichtet das Gailtal Journal.

In einem weiteren Kontext wurde festgestellt, dass der Telefonbetrug nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern auch zunehmend junge Erwachsene. Laut einem Bericht von ORF Oberösterreich ist die Dunkelziffer der Fälle hoch, was bedeutet, dass viele Menschen aus Scham nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Opfer leiden häufig an finanziellen Schäden sowie den emotionalen Folgen wie Selbstvorwürfen. Zu den gängigen Betrugsmaschen zählen unter anderem falsche Bankmitarbeiter, Schockanrufe und der bekannte Enkeltrick.

Präventionsmaßnahmen und Empfehlungen

Die Polizei hat Maßnahmen ergriffen, um den Betrügern das Handwerk zu legen, doch die Herausforderungen bleiben erheblich. Trotz eines Anstiegs an Aufgriffen, insbesondere der „Abholer“, sind die Täter oftmals schwer zu fassen. Bei Verdacht auf Telefonbetrug wird geraten, unbedingt Vorsicht walten zu lassen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Es ist wichtig, keine persönlichen Daten oder Geld an unbekannte Personen weiterzugeben.

Kurze Werbeeinblendung

Experten empfehlen außerdem, die Echtheit des Anrufers zu überprüfen, jedoch nicht über die angezeigte Nummer zurückzurufen, da dies zur Bestätigung der Täuschung führen kann. Im Zweifelsfall sollten Betroffene umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen und eine Anzeige erstatten. Zusätzlich wird geraten, sich mit Freunden oder Verwandten über verdächtige Anrufe auszutauschen.

Information und Unterstützung durch die Polizei

Die Polizei führt Informationskampagnen durch und bietet Workshops zum Thema Betrugsprävention an. Die Bevölkerung ist aufgerufen, aktiv zu werden und die Polizei in ihren Bemühungen zu unterstützen. Präventions- und Aufklärungsprogramme sind entscheidend, um künftige Opfer zu schützen. Laut dem Wochenblatt Reporter sind einige der wichtigsten Maßnahmen:

  • Vorsicht bei Anrufen von unbekannten Nummern.
  • Dringlichkeit hinterfragen, insbesondere bei ungebetenem Kontakt.
  • Keine persönlichen Informationen preisgeben.
  • Verdächtige Anrufe sofort melden.

Die präventiven Ansätze der Polizei bieten somit eine wichtige Möglichkeit, sich und andere vor diesen betrügerischen Methoden zu schützen. Die Zusammenarbeit innerhalb der EU zur Bekämpfung des Telefonbetrugs wird als gut bewertet, und es gibt bereits mehrere erfolgreiche Einsätze gegen die Täter.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Betrug
Genauer Ort bekannt?
Kaiserslautern, Deutschland
Sachschaden
165000 € Schaden
Beste Referenz
gailtal-journal.at
Weitere Quellen
ooe.orf.at

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"