Ab dem 11. Jänner 2026 wird die „Geräte-Retter-Prämie“ eingeführt, die dazu dient, die Reparatur defekter Elektro- und Elektronikgeräte im Haushalt finanziell zu unterstützen. Wie Dolomitenstadt berichtet, können Privatpersonen in Österreich damit 50% der Reparaturkosten von geförderten Geräten, wie Waschmaschinen, Kühlgeräten, Kaffeemaschinen, Staubsaugern und Akkuschraubern, zurückerhalten. Die Förderung ist auf maximal 130 Euro begrenzt. Zudem ist die Prämie auch für die Reparatur von Geräten in der Krankenpflege, wie Rollstühlen und Beatmungsgeräten, anwendbar.

Rund 1.500 Reparaturfirmen stehen als Partnerbetriebe zur Verfügung. Die Abwicklung erfolgt digital über die Plattform www.geräte-retter-prämie.at, wo anschließend auch die Anträge gestellt werden können. Für Kostenvoranschläge erhalten Antragsteller bis zu 30 Euro an Unterstützung. Ein wichtiger Aspekt der neuen Initiative ist die Tatsache, dass Reparaturen von Fahrrädern, Handys sowie Luxus-, Wellness- und Unterhaltungsgeräten nicht mehr gefördert werden. Das Programm ersetzt den vorherigen Reparaturbonus, der bis Mai des Vorjahres gültig war.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte

Die Einführung der „Geräte-Retter-Prämie“ zielt nicht nur auf die finanzielle Entlastung ab, sondern hat auch einen starken Umweltfokus. Laut oesterreich.gv.at ist der übermäßige Materialverbrauch ein großes Problem, das die natürlichen Ressourcen übersteigt. Die Reparatur von Geräten trägt dazu bei, die Lebensdauer dieser Produkte zu verlängern und die Notwendigkeit zur Neuproduktion zu reduzieren, was wiederum Rohstoff- und Energieressourcen schont und Elektroschrott verringert.

Darüber hinaus stärkt die Initiative die Handwerkskultur und fördert lokale Arbeitsplätze in der Reparaturszene. Die Registrierung für Reparaturbetriebe startete bereits am 10. Dezember 2025. Für Privatpersonen ist die Antragstellung ab dem 12. Jänner 2026 möglich. Es gelten einige Bedingungen, unter anderem müssen die Geräte im Eigentum des Antragstellers sein.

Initiativen zur Stärkung der Reparaturkultur

Die „Geräte-Retter-Prämie“ reiht sich in eine breitere Initiative ein, die von der Bundesregierung unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ gestartet wurde. Dabei wird mehr als nur die Förderung von Reparaturen angestrebt. Es soll auch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit geschaffen werden, Elektrogeräte länger zu nutzen und besser reparierbar zu machen, wie auf dem Metz Blog beschrieben wird. Diese Initiative fördert unter anderem auch Repair Cafés und lokale Selbsthilfe-Werkstätten, um eine Nachhaltigkeitskultur zu etablieren, die wertvolle Ressourcen schont.

Mit der „Geräte-Retter-Prämie“ wird ein weiterer Schritt unternommen, um gegen den stetig wachsenden Elektroschrott anzukämpfen. In der EU ist Elektroschrott der am schnellsten zunehmende Abfallstrom. In Deutschland fallen jährlich rund 880.000 Tonnen Elektro-Altgeräte an. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Reparaturen sowohl im professionellen als auch im privaten Bereich gefördert werden, um eine nachhaltige Lösung zu finden.