Am 15. Jänner 2026 kam es im Freien Skiraum des Skigebiets Golm in Tschagguns zu einem schweren Lawinenunfall. Um etwa 9:30 Uhr wurde eine Gruppe von fünf Wintersportlern von einer Lawine erfasst, die durch die Gruppe selbst ausgelöst wurde. Unter den Betroffenen befand sich eine 70-jährige Frau, die bei dem Vorfall eine Beinverletzung erlitt. Die Bergung der Verletzten erfolgte durch einen Notarzthubschrauber.vol.at berichtet, dass das Unglück in einem ungesicherten Gelände in einer Höhe von etwa 2000 Metern stattfand.

Die Steilheit des Hangs, der als Nordwesthang in Richtung „Verspala“ bezeichnet wird, betrug 35 Grad. Zum Zeitpunkt des Unfalls galt für das Gebiet die Lawinenwarnstufe drei. Diese Einstufung deutet auf ein beträchtliches Risiko hin, das in der Region von Bedeutung ist.vorarlberg.orf.at weist darauf hin, dass keine weiteren Details zu den genauen Umständen des Unfalls oder zum Gesundheitszustand der verletzten Frau zur Verfügung stehen.

Gesundheitsrisiken in den Alpen

Lawinen stellen eine der gefährlichsten Naturgefahren in Gebirgen dar. Jahresstatistiken zeigen, dass weltweit viele Menschen durch Lawinen verletzt oder sogar getötet werden. Insbesondere in den Alpen führen jedes Jahr etwa 25 bis 30 Lawinenunfälle in Österreich zu Todesfällen.anderswandern.de verdeutlicht, dass 70 bis 80 % dieser Opfer Freizeit-Skifahrer, Snowboarder oder Tourengeher sind, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen.

Die Risikogruppen sind klar definiert: Freerider und Skitourengeher tragen die Hauptverantwortung für die meisten Lawinenunfälle. Dabei ist das Risiko besonders hoch in den Monaten zwischen Dezember und März, verstärkt durch starken Schneefall und Temperaturwechsel.anderswandern.de weist darauf hin, dass menschliches Verhalten und Fehlentscheidungen häufig verantwortlich sind, während technische Fehler und mangelnde Sicherheitsausrüstung ebenfalls fatale Folgen haben können.

Prävention und Sicherheit

Die Sicherheit im Umgang mit Lawinen ist von größter Bedeutung. Daher werden Lawinenausbildungsprogramme und Risikomanagement-Trainings immer wichtiger. Die richtige Ausrüstung, wie LVS-Gerät, Sonde, Schaufel und Helm, sowie das Studium der aktuellen Lawinenlage sind essenziell, um Unfälle zu vermeiden.

Die Tragödie in Tschagguns ist ein weiterer Hinweis auf die Risiken, die Wintersportler im alpinen Gelände eingehen. Es ist entscheidend, sich der Gefahren bewusst zu sein und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen, um die eigene Sicherheit und die der Mitsportler zu gewährleisten.anderswandern.de bietet umfassende Informationen zur Prävention und Ausbildung in Lawinenkunde an.