Am 13. Februar 2026 entschieden sich vier Freunde, darunter ein 14-Jähriger aus Wien, für eine Spazierrunde im Waldgebiet von Kaltenleutgeben im Bezirk Mödling. Die Gruppe trat ohne angemessene Wanderkleidung auf, gekleidet in Jeans und Sneakers, was sich später als unglücklich herausstellen sollte. Ihre Strecke führte sie von der Kirche über den Ludwig-Fürst-Steig in Richtung Gaiswiese und schließlich auf den Kaisersteig.
In der Nähe des Kaisersteigs entdeckten die Freunde eine beeindruckende Felsformation mit mehreren bis zu 8 Meter hohen Felsblöcken. Neugierig und mutig versuchten sie, einen der Blöcke zu beklettern. Tragischerweise verlor der 14-Jährige den Halt und stürzte mehrere Meter in ein steiles, abschüssiges Laubwaldgelände. Nach einem Absturz von etwa 10 Metern kam er zum Stillstand.
Rettungsmaßnahmen und Erstversorgung
Ein Freund des verunglückten Jugendlichen warf umgehend die Rettungskette an. Polizeiinspektoren aus Perchtoldsdorf, Rettungskräfte und ein Notarzt der Bergrettung kamen schnell zur Hilfe und lokalisierten den 14-Jährigen. Die sofortige Erstversorgung wurde eingeleitet und die weiteren Mitglieder der Bergrettung sowie der Notarzthubschrauber Christophorus 9 wurden alarmiert.
Der verletzte Junge wurde mittels einer Gebirgstrage und durch den Aufbau mehrerer Seilgeländer bis zum Hartcourtplatz bei der Kirche gebracht. Dort angekommen, wurde er aufgrund seiner schweren Verletzungen mit dem Notarzthubschrauber ins SMZ Ost geflogen.
Wichtige Notfalltipps für die Natur
- Signal senden: eine Minute lang alle 10 Sekunden ein Signal (6x pro Minute).
- Eine Minute warten.
- Wieder eine Minute lang alle 10 Sekunden ein Signal senden.
- Die Antwort auf das Notsignal erfolgt in der Regel mit 3x pro Minute (alle 20 Sekunden), dann eine Minute Pause.
Es ist wichtig, das Signal zu wiederholen, bis Hilfe eintrifft. Wenn ein Rettungshubschrauber ankommt, sollten Betroffene sichtbar positioniert werden. Hierbei kann man mit Taschenlampen, Rettungsdecken oder bunten Kleidungsstücken auf sich aufmerksam machen und die Landefläche freihalten. Bei Schnee oder sandigem Untergrund sollte man eine Brille tragen und Mund sowie Nase schützen, um sicherzustellen, dass kein Schmutz oder Schnee eingeatmet wird.
Die Geschehnisse vom 13. Februar stellen eine tiefgreifende Erinnerung dar, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen und Vorbereitung während Freizeitaktivitäten in der Natur sind, um Risiken zu minimieren und im Notfall schnell reagieren zu können.