Natur

Vorsicht beim Spaziergang: So schützen Sie junge Wildtiere!

Der Frühling bringt nicht nur neues Leben in die Natur, sondern auch eine wachsende Gefahr für viele Jungtiere. Jedes Jahr werden unzählige von ihnen, oft aus falscher Sorge, von Spaziergängern aufgelesen. "Immer wieder erreichen uns Anrufe besorgter Menschen, die scheinbar verlassene Jungtiere finden", betont Alexios Wiklund, Pressesprecher des Österreichischen Tierschutzvereins. Doch dies ist selten nötig, da die meisten Jungtiere, wie die Feldhasen, in sicher versteckten Nistplätzen untergebracht sind und regelmäßig von ihren Müttern versorgt werden. Alfred Kofler, der Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof, erklärt, dass Feldhasenmütter ihre Jungen bewusst in flachen Erdmulden, sogenannten Sassen, verstecken, um sie vor Fressfeinden zu schützen.

Wichtige Verhaltensregeln für Naturfreunde

In der aktuellen Setzzeit der Feldhasen, die von Februar bis Oktober dauert, ist besondere Vorsicht geboten. Wandern und der Aufenthalt in der Natur ziehen immer mehr Menschen an, doch der Wildtiernachwuchs ist in dieser Zeit besonders empfindlich. Die Älteren unter uns sollten auf den Wegen bleiben, den Geräuschpegel senken und Hunde anleinen, da diese den Jungtieren gefährlich nahekommen könnten. Der Tierschutzverein warnt davor, vermeintlich verwaiste Jungtiere zu berühren, da menschlicher Geruch dazu führen kann, dass die Eltern sie zurückstoßen. So wird das Überleben der Tierkinder gefährdet, denn "Wildtiere sind keine Haustiere", erinnert der Landesjagdverband und warnt vor den verheerenden Folgen menschlicher Intervention.

Ein besonders eindrücklicher Fall ist der in Simonsfeld gefundene Hasenjunge, der ohne Mutter und in unmittelbarer Gefahr auf einer Pferdekoppel lag. Nach dem Kontakt mit den Tierschutzhelfern zeigt sich das Jungtier "auf einem guten Weg" und wird bald in eine Wildtierstation übersiedeln, bevor es schließlich in die Freiheit entlassen wird, so Kofler in einem Gespräch mit noe.ORF.at. Solche Vorfälle verdeutlichen, wie entscheidend es ist, sich in der Natur rücksichtsvoll zu verhalten und den Wildtieren den nötigen Raum und Schutz zu lassen, den sie dringend benötigen, um zu überleben, wie auch der Deutscher Tierschutzverlag warnt.

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Ort des Geschehens


Details zur Meldung
In welchen Regionen?
Simonsfeld, Stockerau, Korneuburg
Genauer Ort bekannt?
Simonsfeld, Österreich
Beste Referenz
noe.orf.at
Weitere Quellen
deutscher-tierschutzverlag.de

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