Trump vermittelt Frieden zwischen Ruanda und Kongo – kann es gelingen?
Trump vermittelt ein Friedensabkommen zwischen Ruanda und Kongo am 4. Dezember 2025, trotz bestehender Konflikte und Interessen.

Trump vermittelt Frieden zwischen Ruanda und Kongo – kann es gelingen?
Am 4. Dezember 2025 wurde ein historisches Friedensabkommen zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo unterzeichnet, das auf diplomatische Bemühungen der USA zurückzuführen ist. Präsident Donald Trump brachte die beiden afrikanischen Staatsoberhäupter, Paul Kagame und Félix Tshisekedi, an einen Tisch, was vorherigen Vermittlungsversuchen nicht gelungen war. Trump kündigte zudem bilaterale Abkommen der USA mit beiden Ländern an, die bedeutende wirtschaftliche Perspektiven eröffnen sollen. Laut Kleine Zeitung planen die USA, große Unternehmen in die Region zu entsenden.
Die Motivation hinter dem Friedensabkommen könnte auch wirtschaftlicher Natur sein, da der Rohstoffreichtum des Kongo, darunter Kobalt und Lithium, Begehrlichkeiten bei internationalen Akteuren weckt. Experten äußern Bedenken, dass das Abkommen den jahrzehntelangen Konflikt in der Region tatsächlich beenden kann. Die Verhandlungen in Doha, an denen auch Vertreter der durch Ruanda unterstützten M23-Miliz teilnehmen sollten, sind von zentraler Bedeutung. Diese Miliz hatte Anfang des Jahres die Kontrolle über entscheidende Städte im Kongo übernommen.
Schwieriger Weg zum Frieden
Die beiden Präsidenten würdigten die Dialogbereitschaft, jedoch kam es nach der Unterzeichnung des Abkommens zu keinem Handschlag zwischen Kagame und Tshisekedi. Letzterer bezeichnete das Abkommen als wichtigen Wendepunkt, der jedoch mit Herausforderungen verbunden ist. Kagame lobte Trump für dessen Erfolg bei der Friedensverhandlung und entlastete ihn von der Verantwortung, falls der Frieden scheitert. Trump selbst beschrieb die Unterzeichnung als eine „Ära der Harmonie“ und prägte das Abkommen als seinen achten vermittelten Frieden seit Amtsantritt, wie FAZ berichtet.
Ein kritischer Punkt des Abkommens ist der Rückzug der M23-Rebellen aus besetzten Gebieten, der jedoch noch nicht in Aussicht steht. Zudem befürchten viele Beobachter, dass bewaffnete Gruppen, die nicht in die Verhandlungen einbezogen sind, erneut Gewalt anwenden könnten. Diese angespannten Beziehungen haben historische Wurzeln, die bis zum Völkermord in Ruanda 1994 zurückreichen, und die Nachwirkungen sind bis heute spürbar.
Relevanz der USA in der Region
Beobachter stellen fest, dass die Trump-Regierung in Ostkongo weitgehend positiv wahrgenommen wird, jedoch auch die möglichen wirtschaftlichen Interessen der USA in der Region betont werden. Verhandlungen mit den M23-Rebellen bleiben entscheidend, um einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten. Donald Trump selbst eröffnete ein Friedensinstitut, das nach ihm benannt wurde, was seine Rolle als Schlüsselfigur in diesen Verhandlungen unterstreicht.
Die komplexe Lage in der Region bleibt jedoch angespannt, und es bleibt abzuwarten, ob das jüngste Friedensabkommen langfristigen Frieden und Stabilität bringen kann. Um eine vollumfängliche Lösung des Konflikts zu erreichen, sind nachhaltige und ernsthafte Gespräche zwischen allen betroffenen Parteien notwendig.