Am 16. Oktober 2025 wurde bekannt, dass die Bergungsversuche nach dem tragischen Unglück am Laila Peak, bei dem die ehemalige Biathletin und Olympiasiegerin Laura Dahlmeier tödlich verunglückte, gescheitert sind. Ihr Vater, Andreas Dahlmeier, hat bestätigt, dass der Leichnam seiner Tochter nicht geborgen werden kann. Am 28. Juli kam es zum Unglück, als Laura beim Abstieg von einem Steinschlag getroffen wurde. Ihre Leiche bleibt unter den Geröllmassen verschollen, und Andreas äußerte, dass die Familie großen Wunsch hatte, Laura nach Hause zu bringen, jedoch die Gefahr nach dem Unfall zu groß war.

Kletter-Ikone Thomas Huber wurde von den Eltern von Dahlmeier gebeten, nach dem Leichnam zu suchen. Mithilfe eines Spektivs mit 30-facher Vergrößerung und einer Drohne durchsuchte er die Umgebung. Huber vermutet, dass der Leichnam am Fuß der Gipfelwand begraben liegt. Die Bergung wurde als zu riskant eingestuft, insbesondere wegen der akuten Gefahr durch Steinschlag und plötzliche Wetterumschwünge, wie von Dahlmeiers Management berichtet wird.

Ein erfolgreiches Leben als Sportlerin

Laura Dahlmeier wurde nur 31 Jahre alt und hinterlässt ein beeindruckendes sportliches Erbe. Zuletzt arbeitete sie als Expertin für das ZDF und war eine gefragte Persönlichkeit in der Wintersportgemeinschaft. Sie hatte zahlreiche herausragende Leistungen im Biathlon erzielt und war eine leidenschaftliche Bergsteigerin, die ihre Fähigkeiten als staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin mit viel Engagement einsetzte.

Vor ihrem tödlichen Unglück war Dahlmeier seit Ende Juni in der Region des Karakorum-Gebirges und hatte am 8. Juli den Great Trango Tower bestiegen. Ihre besonders ausgeprägten Fähigkeiten als Kletterin wurden von Bergsteiger Stefan Nestler hervorgehoben, der auf die erhöhten Gefahren durch Steinschläge hinweist. Der Laila Peak, auf dem das Unglück geschah, hat eine Höhe von 6.096 Metern und gilt als besonders anspruchsvoll.

Gefahren im Hochgebirge

Das Unglück von Laura Dahlmeier wirft ein Licht auf die anhaltenden Risiken, die mit dem Bergsteigen verbunden sind. Laut Berichten gibt es eine steigende Anzahl gefährlicher Situationen durch Steinschläge, die in den letzten Jahren zugenommen haben, insbesondere aufgrund des Klimawandels. Diese Veränderungen destabilisieren das Hochgebirge, und Geröll wird durch die Erwärmung des Permafrosts und häufige Extremwetterlagen immer instabiler.

Steinschlag tritt oft im Hochgebirge auf und ist besonders bei warmen Temperaturen oder Gewittern eine große Gefahr. Beispielsweise wird empfohlen, bei unsicherem Wetter bei Gewittern einen geschützten Ort aufzusuchen. Bergsteiger sollten Touren gut vorbereiten und aktuelle Warnungen beachten, um sich zu schützen. Ein Helm wird beim Bergsteigen und Klettern dringend empfohlen, um das Risiko von Verletzungen durch herabfallende Steine zu minimieren.

Die Tragödie um Laura Dahlmeier erinnert an die Fragilität der alpinen Natur und die persönlichen Schicksale, die eng mit den Herausforderungen des Bergsteigens verbunden sind. Ihre Leidenschaft für den Sport wird von ihrer Familie und der gesamten Gemeinschaft in Erinnerung behalten, während die Gefahren der Berge weiterhin ein Thema in der Diskussion um Sicherheit im Hochgebirge bleiben.

Für weitere Informationen zu diesem tragischen Vorfall, siehe auch Krone, ZDF und Outdoor Magazin.