
Am 3. April 2025 widmet sich die Tiroler Umweltanwaltschaft der Beziehung der Menschen zur Isel, einem Gletscherfluss von herausragender Bedeutung in Osttirol. Die Autorinnen und Autoren Walter Gradnig, Wanda Furtschegger und Angelika Taxer bringen ihre persönlichen Perspektiven und kreative Einsendungen im Rahmen des Iseljahres 2025 zum Ausdruck. Dolomitenstadt.at berichtet, dass der Fluss Isel nicht nur als landschaftliches Element, sondern auch als emotionaler Begleiter in den Lebensgeschichten der Menschen beschrieben wird.
Die Lienzer Autorin Wanda Furtschegger beschreibt den Fluss als ständigen Begleiter, der ihre Emotionen spiegelt und ihr Trost bietet. Walter Gradnig hingegen kombiniert Steine, die vom Fluss geformt wurden, mit textilen Materialien in seinen künstlerischen Arbeiten. Ausstellungen wie „Konglomerate“, „Bruchstücke“ und „Isel-Kiesel“ sind Zeugnisse seiner kreativen Auseinandersetzung mit diesem besonderen Gewässer. Die poetischen Darstellungen von Angelika Taxer heben die Erfrischung und das gute Gefühl hervor, das ihr der Fluss vermittelt.
Kreative Beiträge und Umweltschutz
Um das Iseljahr 2025 gebührend zu zelebrieren, lädt die Tiroler Umweltanwaltschaft die Menschen dazu ein, kreative Beiträge zum Thema „Isel“ einzureichen. Die besten davon werden von Dolomitenstadt.at veröffentlicht, was nicht nur die Sichtweise auf den Fluss bereichert, sondern auch zu einem höheren Bewusstsein für seinen Wert in der Region beiträgt.
Die Isel, die im Umbaltal in 2.400 Meter Höhe entspringt, hat eine Gesamtlänge von 57,26 Kilometern und verläuft durch ein Einzugsgebiet von 1.200,36 Quadratkilometern. Als letzter großer Gletscherfluss der (Ost-)Alpen fließt sie ungestaut und weist eine hohe Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren auf. Laut Flüsse voller Leben gehört der Fluss aufgrund seiner naturnahen Fließstrecken, die zu 100% erhalten sind, zu den wertvollsten Gewässern der Region. Des Weiteren sind die Gewässer kaum menschlich verändert, was die Isel zu einem wichtigen Naherholungsraum macht.
Lebensraum für bedrohte Arten
Besonders hervorzuheben ist der Lebensraum entlang der Isel, der zahlreiche geschützte Arten beherbergt. Der gefährdete Flussuferläufer, ein Watvogel, hat hier seine Nistplätze. Im Jahr 2019 wurden entlang der Isel 25-32 Reviere dieser Art festgestellt, was etwa einem Drittel des gesamten Tiroler Bestandes entspricht. Weitere Vogelarten in den Uferbereichen sind die Gebirgsstelze und die Wasseramsel. Der Tiroler Schutzgebiete hebt die Bedeutung der Ufervegetation hervor, zu der auch der Grauerlenwald gehört. Hier sind Arten wie Grauschnäpper, Sumpfmeise und der gefährdete Kleinspecht anzutreffen.
Die Isel ist nicht nur ein landschaftliches Highlight, sondern auch ein Ort, der die Emotionen und Erinnerungen der Menschen in Osttirol prägt. Mit dem Iseljahr 2025 wird ein Schritt unternommen, um die tiefere Verbindung zwischen Mensch und Natur zu erkunden und zu bewahren.
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