In Thailand hat sich ein verheerendes Zugunglück ereignet, bei dem mindestens 22 Tote zu beklagen sind. Der Unfall ereignete sich im Bezirk Sikhio, Provinz Nakhon Ratchasima, rund 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok, als ein Zug mit voller Wucht in einen umgestürzten Kran prallte. Wie Kleine Zeitung berichtet, entgleisten mehrere Waggons, wodurch Fahrgäste in den Trümmern eingeschlossen wurden. Zu allem Unglück brach auch ein Feuer aus, sodass die Rettungsmaßnahmen erschwert wurden.

Ein großer Einsatz von Rettungskräften folgte umgehend. Mehrere Teams wurden zum Unfallort gesandt, bei denen hydraulische Schneidgeräte und Löschfahrzeuge zum Einsatz kamen. Berichte anderer Medien legen nahe, dass der Kran, der auf den Zug fiel, zu einem Bauprojekt der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke gehört, welches Thailand mit Laos und darüber hinaus mit China verbinden soll. Diese Infrastrukturinitiative ist Teil des umfassenden chinesischen Projekts „Neue Seidenstraße“ (One Belt, One Road).

Details zu den Opfern und dem Unfallhergang

An Bord des Zuges befanden sich 195 Menschen, einschließlich Passagieren und Personal. Aktuell wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte, da mehrere Personen in kritischem Zustand sind. Der genaue Unfallhergang konnte zunächst nicht unabhängig verifiziert werden. Die Ermittlungen zum Umsturz des Krans sind im Gange, um mögliche Ursachen klar zu identifizieren.

Ähnliche Tragödien wurden erst kürzlich in Deutschland bei einem anderen Zugunglück in Riedlingen, Baden-Württemberg, gemeldet. Bei diesem Vorfall, der am 27. Juli 2025 stattfand, kamen drei Menschen ums Leben, darunter ein Lokführer und ein Auszubildender der Bahn. Der Zug, ein Dieseltriebzug der Baureihe 612, hatte rund 100 Passagiere an Bord. Wie fr.de angibt, führte starker Regen zu einem Erdrutsch, der den Zug aus der Spur brachte und zahlreiche Verletzte zur Folge hatte, darunter auch Kinder im Alter von 7 und 13 Jahren.

Ein weltweites Sicherheitsproblem

Die Themen Bahnsicherheit und Unglücke sind nicht nur in Thailand und Deutschland von Bedeutung, sondern auch international. Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) hat im 2022 einen Bericht über Bahnunfälle veröffentlicht, der einen signifikanten Anstieg der Unfälle und Opferzahlen in den letzten Jahren zeigt. Seit 2006 sammelt die UIC sicherheitsrelevante Daten und hat derzeit 34 Mitglieder, die aus Europa, Asien und dem Mittleren Osten stammen. Diese Informationen sind entscheidend, um das allgemeine Sicherheitsniveau im Schienenverkehr zu bewerten und die notwendigen Verbesserungen voranzutreiben, so Lok Report.

Die Sicherheitsdatenbank der UIC zeigt, dass der Schienenverkehr 2022 einen Höchststand der letzten sechs Jahre erreichte, trotz eines Rückgangs wegen der COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021. Zugleich stiegen jedoch die signifikanten Unfälle. Solche Trends verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen verschiedene Länder im Bereich Bahnsicherheit konfrontiert sind, und sie zeigen die Notwendigkeit von kontinuierlichen Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen.