
Im Formel-1-Zirkus sorgt die Degradierung von Liam Lawson durch Red Bull Racing für Aufregung. Der aktuelle Weltmeister Max Verstappen hat seinen Unmut über die Entscheidung bereits öffentlich zum Ausdruck gebracht. Nach nur zwei Rennen in der Saison 2025 wurde Lawson, der nicht die erwartete Leistung im RB21 zeigte, zurück zu den Racing Bulls versetzt, während Yuki Tsunoda als neuer Teamkollege von Verstappen berufen wurde. Laut LAOLA1 kann diese schnelle Entscheidung als klarer Schritt gesehen werden, um die Zielsetzungen von Red Bull in der Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaft zu wahren.
Die Entscheidung, Lawson nach nur zwei Rennen zu ersetzen, geschah im Rahmen eines Meetings am Montag und wurde am Donnerstag öffentlich gemacht. Christian Horner, Teamchef von Red Bull, gab an, dass Lawson in den ersten zwei Rennen der Saison mit Schwierigkeiten kämpfte, was letztlich zu der Degradierung führte. Lawson schloss sowohl das Qualifying in Australien als auch in China nicht mit erzielten Punkten ab, nachdem er in Australien nicht ins Ziel kam und in China den 12. Platz belegte. Sein durchschnittlicher Abstand zu Verstappen betrug 0,880 Sekunden, was die Unterscheidung zwischen den beiden Fahrern verdeutlicht.
Kritik an Red Bull und Verstappens Reaktion
Die Entscheidung, Lawson durch Tsunoda zu ersetzen, stieß auf kritische Stimmen, insbesondere vonseiten des ehemaligen F1-Piloten Giedo van der Garde. Er bezeichnete die Maßnahme als "Kurzschlussaktion" und verglich sie mit "Mobbing". In den sozialen Medien likete Verstappen einen entsprechenden kritischen Beitrag van der Gardes und erklärte: "Der Beitrag hat mir gefallen, das sagt doch genug, oder?" Dies lässt erahnen, dass auch Verstappen nicht mit allem einverstanden ist, was in seinem Team geschieht.
Verstappen äußerte jedoch im Fahrerlager von Suzuka, dass er keine detaillierte Meinung zu den Wechseln abgeben wollte, da er und das Team das Thema bereits intern besprochen hätten.
Ein Blick in die Vergangenheit der Fahrerwechsel bei Red Bull
Der vorliegende Fall von Liam Lawson ist nicht der erste schnelle Fahrerwechsel bei Red Bull. Die Geschichte des Teams zeigt, dass bereits mehrfach aus Performance-Gründen Fahrer wechsels. Dabei gab es zahlreiche Beispiele von wechselnden Fahrern, wie etwa 2019, als Pierre Gasly nach zwölf Rennen von Alexander Albon ersetzt wurde, oder 2023, wo Nyck de Vries nach nur zehn Rennen durch Daniel Ricciardo ersetzt wurde.
Ein weiteres Beispiel ist der Wechsel von Daniil Kvyat und Max Verstappen, der seinerzeit als einer der überraschendsten Tauschaktionen gilt. Verstappen konnte sofort zeigen, dass er das Potenzial hatte, Rennen zu gewinnen, und wurde wenig später der jüngste Grand-Prix-Sieger.
Mit dieser Geschichte im Hintergrund stellt sich die Frage, ob Red Bull mit Lawson einen ähnlichen Weg verfolgt oder ob dieser Austausch als rücksichtslos angesehen werden sollte. In jedem Fall wird die Leistung von Tsunoda kritisch beobachtet werden, da er die hohe Erwartungshaltung erfüllen muss, die mit dieser schnellen Beförderung einhergeht.
Mit deutlich verbesserten Ergebnissen und einer soliden Leistung könnte Tsunoda sich als zuverlässiger Partner für Verstappen erweisen, während Lawson weiterhin im Schatten der Rennstrecke auf seine nächste Chance wartet. Die Entwicklungen bei Red Bull werden mit Spannung verfolgt, nicht nur wegen der sportlichen Ambitionen, sondern auch wegen der Reaktionen innerhalb des Teams. Red Bull hat in der Vergangenheit bewiesen, dass die Entscheidungen von Teamchef Horner nicht ohne Strategie getroffen werden und oft weitreichende Auswirkungen auf die Karriere der involvierten Fahrer haben.
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