Cristiano Ronaldo zeigt sich verärgert über die unzureichenden Investitionen des Saudi Public Investment Fund (PIF) in seinen Club Al Nassr. Trotz seines wertvollen Beitrags auf dem Spielfeld hat sich in letzter Zeit Unmut angestaut. So fehlte der 41-Jährige zuletzt im Spiel gegen Al Riyadh, obwohl er nicht verletzt oder gesperrt war. Seine Abwesenheit fällt in eine entscheidende Phase der Saudi Pro League, in der Al Nassr mit einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer Al-Hilal auf dem zweiten Platz liegt.
Gerüchte über Ronaldos Unzufriedenheit nahmen zu, als er offenbar die Entscheidung traf, bei Al Nassr aufgrund eines Streits um die Vereinsführung und die Inaktivität des PIF in der Transferperiode zu streiken. Während Al-Hilal, das 75 Prozent der Klubanteile durch den PIF besitzt, namhafte Zukäufe wie Karim Benzema verzeichnen konnte, wurde Al Nassr lediglich um die Verpflichtung des 21-jährigen irakischen Innenverteidigers Hayer Abdulkareem erweitert. Ronaldo äußerte Bedenken, dass diese Ungleichheit bei den Investitionen negative Folgen für das Team haben könnte.
Künftige Spiele und Vertragsdetails
Ein weiterer Aspekt, der zusätzliche Spekulationen aufwirft, ist Ronaldos Vertrag bei Al Nassr. Laut der portugiesischen Sportzeitung „Record“ beinhaltet sein Vertrag eine Ausstiegsklausel von 50 Millionen Euro. Britische Medien berichten, dass ein dritter Wechsel zu Manchester United möglich sei, doch wäre dieser nur im Sommer abgeschlossen, da der Transfermarkt in England bereits geschlossen ist. Neo-Trainer Michael Carrick kennt Ronaldo gut, was die Gerüchte um einen Wechsel anheizt, obwohl dies momentan als unwahrscheinlich gilt. Ein Wechsel in die Major League Soccer (MLS) oder zu einem anderen Club in Saudi-Arabien scheint wahrscheinlicher.
Ob Ronaldo am kommenden Freitag gegen Al Ittihad antreten wird, bleibt unklar. Seine Beteiligung könnte durch den aktuellen Streit und die Unzufriedenheit mit der Vereinsführung gefährdet sein. Aktuell hat Ronaldo 17 Tore in 18 Liga-Spielen in dieser Saison erzielt und ist nur noch 39 Tore von der Marke von 1.000 Karrieretoren entfernt.
Unabhängige Vereinsführung in der Pro League
Die Saudi Pro League hat Ronaldo darauf hingewiesen, dass jede Verein unabhängig handelt und keine individuelle Person Entscheidungen außerhalb ihres eigenen Clubs beeinflussen kann. Diese Erklärung könnte Ronaldo wenig beruhigen, der seine Frustration über die mangelnde Investition des PIF geäußert hat. Die Pro League ließ zudem verlauten, dass die Transfermittel durch einen Fonds verwaltet werden, der nicht direkt vom PIF finanziert wird. Dies widerspricht dem Eindruck, dass die großen Clubs wie Al Nassr und Al-Hilal gleichwertige Mittel zur Verfügung haben.
Die jüngsten Transferaktivitäten innerhalb der Liga verdeutlichen zudem die unterschiedlich verlaufenden Strategien der Klubs. Al Nassr hat in der Vergangenheit zwar eindrucksvoll investiert, doch scheinen die Finanzmittel bis zur nächsten Geldzufuhr im Sommer 2026 erschöpft zu sein.
Inmitten dieser Unsicherheiten feierte Al Nassr dennoch Ronaldos Beitrag zum Klub mit einem Geburtstagsgruß, was die ambivalente Situation des Spielers und des Vereins unterstreicht.
Für die Fans bleibt es spannend, ob Ronaldo bald wieder auf dem Platz stehen wird, und wie sich die Situation um seine Zukunft entwickeln wird. Die kommenden Spiele könnten entscheidend für die Aufklärung dieser Lage sein.
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