Ein neuer Trend auf sozialen Medien sorgt für Aufsehen: KI-generierte Karikaturen, die einen Einblick in das Leben der Nutzer geben. Nutzer teilen Bilder, die ihre Hobbys und Berufe darstellen, erstellt mithilfe von Programmen wie ChatGPT. Diese Bilder werden durch das Hochladen von ein bis zwei Bildern sowie persönlichen Daten generiert. Dabei sammeln Anwendungen wie ChatGPT Informationen aus vergangenen Chats, was bei einigen Nutzern wie Sunusi Danjuma Ali Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufwirft. Kritiker warnen, dass die Leichtgläubigkeit bei der Weitergabe persönlicher Informationen an KI-Programme problematisch sein kann.
Der Cybersicherheitsberater Jake Moore betont, dass die hochgeladenen Daten gespeichert werden und zur Verbesserung der KI-Modelle verwendet werden können. Im Hinblick auf den wachsenden Datentransfer müssen Nutzer sich der potenziellen Gefahren bewusst sein.
Technische Aspekte von KI-generierten Bildern
KI-Bildgeneratoren wie Dall-E, Stable Diffusion, Midjourney und Flux ermöglichen die Erzeugung von Bildern, die schwer von echten Fotos zu unterscheiden sind. Diese Technologien sind einfach zu bedienen und erfordern oft kein tiefes technisches Verständnis. Sie bringen jedoch auch Risiken mit sich, wie den Missbrauch für Desinformationskampagnen oder die Erstellung täuschend echter Videos. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hebt hervor, dass technische Detektionsmethoden zur Erkennung KI-generierter Bilder im Forschungsstadium sind und bisher keine zuverlässige Methode existiert, um alle Generatoren zu identifizieren.
Einige Hinweise zur Erkennung von KI-Bildern beinhalten die Analyse von Realismus, Details und physikalischen Phänomenen. Zudem wird ab August 2025 in der EU eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Bilder eingeführt, um den Missbrauch zu reduzieren.
Rechtliche Aspekte und Nutzung von KI-Bildern
Im Unternehmensalltag hat die Nutzung KI-generierter Bilder stark zugenommen. Diese werden häufig für Websites, Online-Shops, Social Media und Werbung eingesetzt. Jedoch unterscheiden sich die rechtlichen Rahmenbedingungen von KI-Bildern erheblich von denen klassischer Fotografien. Der Hauptpunkt ist, wer diese Bilder nutzen darf und wem sie gehören, was oft nicht direkt mit dem Ersteller verknüpft ist. Der erforderliche menschliche Beitrag für den Urheberrechtsschutz ist möglicherweise nicht ausreichend gegeben, was rechtliche Unsicherheiten mit sich bringt.
Unternehmen sollten interne Regeln für die Nutzung von KI-Bildern aufstellen und klare Prüfpfade vor der Veröffentlichung einführen. Die rechtlichen Risiken entstehen oft aus unklaren oder unstrukturierten Prozessen und nicht aus der Technologie selbst. Eine rechtliche Prüfung ist entscheidend, um diese Risiken zu minimieren und eine klare Dokumentation des kreativen Prozesses zu gewährleisten.
Zusammenfassend zeigt dieser Trend, dass die Nutzung von KI-generierten Bildern sowohl spannende Möglichkeiten als auch ernsthafte Herausforderungen mit sich bringt. Die damit verbundenen Datenschutz- und Urheberrechtsfragen sollten von Nutzern und Unternehmen gleichermaßen kritisch betrachtet werden.