In einem neuen Kapitel ihres Buches „Karin Kneissl lästert über Österreich“ äußert sich die ehemalige Außenministerin Karin Kneissl zu den aktuellen Reaktionen in den heimischen Medien und der politischen Landschaft. Vor einer Woche sorgte sie mit der Bezeichnung der Österreicher als „Hyänen“ für Empörung. Diese Äußerungen wurden von verschiedenen Medien, einschließlich oe24, aufgegriffen. Kneissl nimmt sich selbst in eine Opferrolle und fühlt sich durch die gegnerische Berichterstattung verletzt. In einem Telegram-Post beschreibt sie, dass sie und ihre Tiere gemeinsam trauern und sich gegen „schmutzige Angriffe und tägliche Verleumdung ‚Made in Austria’“ wehren.
Zusätzlich erwähnt Kneissl, dass es auch „anständige Menschen“ gibt, die ihr in Form humorvoller und wahrheitsgemäßer Briefe zur Seite stehen. Allerdings reicht die Kritik an ihr weit über persönliche Beleidigungen hinaus. Die NEOS, eine österreichische politische Partei, fordern den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft wegen ihrer Verbindungen zu Russland und der damit verbundenen öffentlich geäußerten Äußerungen.
Politische Forderungen und rechtliche Schritte
Die NEOS planen eine Sachverhaltsdarstellung bei den Einwanderungsbehörden. Laut Staatsbürgerschaftsgesetz ist der Entzug der Staatsbürgerschaft möglich, wenn jemand die Interessen oder das Ansehen der Republik erheblich schädigt. Dominik Oberhofer, Europareferent der NEOS, wird ein Aberkennungsverfahren anregen, sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Klubobmann Yannick Shetty betont, dass es hierbei um die Taten von Kneissl und nicht nur um ihre verbalen Äußerungen geht. So wird Kneissl vorgeworfen, ihren Titel als ehemalige Außenministerin geschäftlich auszunutzen und aktiv Propaganda für russische Netzwerke zu betreiben.
Während ihrer Amtszeit von 2017 bis 2019 war im Außenministerium ein „russlandfreundlicher Geheimdienst“ installiert, wofür die Verantwortung teilweise auch bei Kneissl liegt. Dies führt nun zu einem weiteren Skandal, da der ehemalige Generalsekretär Johannes Peterlik ab Mitte März vor Gericht wegen der Weitergabe geheimer Informationen steht.
Öffentliche und persönliche Reaktionen
Zusätzlich zu ihrer Kontroversen Stellungnahme hat Kneissl kürzlich ein Pony namens „Frou Frou“ adoptiert. Sie beschreibt die Begegnung mit dem Tier als „Liebe auf den ersten Blick“. Trotz der angespannten politischen Lage fühlt sie sich durch positive Rückmeldungen von Unterstützern ermutigt, sich gegen die Kritik zu wehren. Die öffentliche Debatte über die Zukunft ihrer Staatsbürgerschaft und ihre Rolle in der politischen Landschaft konzentriert sich nicht nur auf ihre Taten, sondern auch auf den Einfluss, den solche Figuren auf das Ansehen Österreichs haben können.
Die Meinungen über Kneissls Verhalten und ihr Aufenthaltsort in Russland sind geteilt. Während einige ihrer Unterstützer die „schmutzige Kampagne“ kritisieren, in die sie verwickelt ist, rufen andere lautstark nach rechtlichen Konsequenzen. Diese Diskussion ist in vollem Gange und wird wahrscheinlich in den kommenden Wochen weiter an Intensität gewinnen. ORF sowie die Kleine Zeitung berichten ebenfalls regelmäßig über die Entwicklungen in diesem Fall.