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Europa wird zur Ecstasy-Fabrik: Explosionen, Giftmüll und neue Drogen!

Europa hat sich zur Hauptproduktionsstätte für den weltweiten Ecstasy-Handel entwickelt, was durch einen aktuellen Bericht von Europol und der Europäischen Drogenagentur (EUDA) bestätigt wird. Der steigende Exportbedarf, insbesondere nach Lateinamerika, hebt die alarmierenden Tendenzen in der MDMA-Produktion hervor, die somit ein kristallklares Bild einer florierenden, illegalen Industrie zeichnet. In Europa wird MDMA hauptsächlich mit industriellen Hochdruckreaktoren hergestellt, was zwar effizient ist, doch auch zu erheblichen Problemen führt.

Neuere Produktionsmethoden, wie das riskante „Kaltverfahren“, sind mittlerweile aufgrund von Engpässen bei Geräten und chemischen Ausgangsstoffen in der Nutzung. Diese Methoden sind gefährlich, da sie das Risiko von Bränden und Explosionen erhöhen, wie das Magazin VOL.at berichtet. Im Jahr 2021 fielen durch die MDMA-Produktion schätzungsweise zwischen 1.155 und 3.191 Tonnen Chemikalienabfall an, wobei die meisten illegal entsorgt werden.

Aktuelle Trends im MDMA-Markt

Die Analyse der EUDA und Europol klärt darüber auf, dass rund 12,3 Millionen Europäer im Alter zwischen 15 und 64 Jahren mindestens einmal MDMA konsumiert haben. Der jährliche Einzelhandelswert des MDMA-Marktes wird auf mindestens 594 Millionen Euro geschätzt, was sich etwa auf 72,4 Millionen konsumierte Ecstasy-Tabletten summiert. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang des durchschnittlichen Gehalts an MDMA in den Tabletten, der von 170 mg im Jahr 2019 auf 144 mg im Jahr 2022 fiel.

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Neue Mischdrogen, wie „Pink Cocaine“ und „Tucibi“, haben sich auf dem Markt etabliert. Diese Produkte sind oft von unklarer chemischer Zusammensetzung und bergen gesundheitliche Risiken, die durch den Konsum in der Club- und Festivalkultur verstärkt werden. Experten warnen vor den unvorhersehbaren Wirkungen dieser Mischdrogen und fordern mehr Aufklärung und Drug-Checking-Maßnahmen.

Produktion und Trafficking

Die MDMA-Produktion konzentriert sich vor allem in den Niederlanden und Belgien. Die Hersteller umgehen häufig rechtliche Kontrollen, indem sie unregulierte chemische Substanzen, oft aus China, verwenden. Diese Problematik zeigt sich darin, dass seit 2013 die Beschlagnahmungen dieser alternativen Chemikalien die von PMK übersteigen. Auch der Online-Vertrieb von MDMA und anderen Drogen nimmt zu, wobei Bestellungen häufig über soziale Medien und Messenger-Apps erfolgen.

Aktuelle Berichte zeigen, dass MDMA zunehmend von Europa nach Lateinamerika geschmuggelt wird, oft im Tausch gegen Kokain. Diese neuen Handelsrouten stellen eine Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden dar, die eine verstärkte Überwachung und Kontrolle fordern, um diese Trends einzudämmen.

Die EUDA und Europol haben Maßnahmen zur Bekämpfung der MDMA-Produktion und -Distribution gefordert. Die Handlungsempfehlungen zielen auf eine Verbesserung der strategischen Intelligenz, die Stärkung der Reaktionen zur Reduzierung des Angebots und die internationale Zusammenarbeit ab. In Anbetracht der Risiken, die der MDMA-Konsum, vor allem in der Nachtleben- und Musikfestivalszene, mit sich bringt, sind Harm Reduction-Maßnahmen wie Drogenprüfungsdienste von großer Bedeutung.

Insgesamt zeigt die aktuelle Situation, dass Europa in der Produktion und dem Handel mit MDMA eine zentrale Rolle spielt. Die Dringlichkeit, wirksame Strategien zur Bekämpfung dieser illegalen Industrie zu entwickeln, ist höher denn je.

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Was ist passiert?
Drogenkriminalität
Genauer Ort bekannt?
Niederlande, Europa
Beste Referenz
vol.at
Weitere Quellen
euda.europa.eu

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