In einem beeindruckenden Akt der Spiritualität und des Mitgefühls haben buddhistische Mönche in den USA ein bemerkenswertes Abenteuer unternommen. Am 10. Februar 2026 erreichten sie nach über drei Monaten und mehr als 3.700 Kilometern den Zielpunkt ihres „Walk for Peace“ in Washington D.C. Die Pilgerreise begann am 26. Oktober 2025 in Fort Worth, Texas. Die Mönche, die oft barfuß und in Sandalen durch die eisigen Wintertemperaturen marschierten, trugen eine Botschaft von Frieden, Einheit und Achtsamkeit. Rund zwei Dutzend Mönche waren Teil dieser Initiative, begleitet von einem speziellen vierbeinigen Freund, einem Hund namens Aloka, der während der Reise zu einer Symbolfigur wurde. Kleine Zeitung berichtet, dass die Mönche bei ihrer Ankunft in Washington eine offizielle Anerkennung durch Staatssekretärin Kimberly Bassett erhielten.
Trotz der Herausforderungen auf ihrer Route, wie einem schweren Unfall in Texas, bei dem ein Lastwagen in ihr Begleitfahrzeug raste und mehrere Mönche teils schwer verletzte, blieb der Wille zur Friedensbotschaft ungebrochen. Ein Mönch, Phra Ajarn Maha Dam Phommasan, musste nach dem Unfall mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, wo ihm ein Bein amputiert werden musste. Glücklicherweise erholte er sich und kehrte im Jänner 2026 in sein Kloster zurück.
Die Route und die Botschaft
Die Strecke von über 3.600 Kilometer führte die Mönche durch verschiedene Bundesstaaten, darunter Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, North Carolina und Virginia. An jedem Tag legten die Mönche im Durchschnitt mehr als 32 Kilometer zurück und begannen ihre Wanderung früh am Morgen zwischen 6:30 und 7:00 Uhr. Tagsüber hielten sie Ansprachen zum Thema Frieden und luden Passanten zu persönlichen Gesprächen und zur Teilnahme an ihrer Initiative ein. Viele Menschen säumten die Straßen, um ihre Unterstützung zu zeigen und der Botschaft zuzuhören, die über soziale Medien enorme Aufmerksamkeit erhielt. Auf Facebook erreichten die Mönche bis Mitte Jänner über zwei Millionen Follower und die Videos ihrer Reise wurden über hundert Millionen Mal angesehen. ZDF hebt hervor, dass die Mönche nicht nur für sich selbst marschierten, sondern auch für ein gemeinsames Ziel, das für viele Menschen in der heutigen Zeit von Bedeutung ist.
Eine 59-jährige Frau aus Maryland brachte es auf den Punkt: „Das Land braucht mehr Freundlichkeit, Mitgefühl und Frieden.“ Diese Aussage spiegelt den Geist der Bewegung wider, die darauf abzielt, globale Spannungen mit einer positiven Botschaft zu begegnen. Die Mönche hoffen, dass die zentrale Botschaft von Achtsamkeit und Frieden auch über ihren Marsch hinaus in der Gesellschaft weiter verbreitet wird.
Eine Anerkennung von oben
Die Ankunft der Mönche in Washington D.C. wurde mit besonderem Respekt gefeiert. Neben der offiziellen Proklamation in Anwesenheit von Staatsvertretern besuchten die Mönche die Washington National Cathedral und das Lincoln Memorial. Diese Orte, die für ihre Bedeutung in der amerikanischen Geschichte und Kultur bekannt sind, bieten einen passenden Rahmen für die Botschaft, die die Mönche während ihrer Reise transportierten: Frieden, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit sollten im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen. Wikipedia weist darauf hin, dass der Marsch nicht nur als eine Pilgerreise gedacht war, sondern auch als ein Anstoß zu einem nationalen Dialog über die Werte, die die amerikanische Gesellschaft prägen sollten.
Mit dieser bemerkenswerten Aktion haben die buddhistischen Mönche nicht nur eine beeindruckende Strecke zurückgelegt, sondern auch eine eindringliche Botschaft in schwierigen Zeiten überbracht. Ihr „Walk for Peace“ wird sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben und als ein Beispiel für die Kraft des friedlichen Protests und der spirituellen Überzeugung dienen.