
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat alarmierende Ergebnisse zu Lebensmittelgütezeichen veröffentlicht. Eine umfassende Untersuchung von 42 der bekanntesten Siegel zeigt, dass mehr als ein Viertel dieser Zeichen nicht vertrauenswürdig ist. Besonders besorgniserregend ist, dass über 60 Prozent der Befragten bei ihren Einkäufen im Supermarkt von Greenwashing besorgt sind, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag von Greenpeace belegt. Konsumentinnen und Konsumenten verlieren zunehmend das Vertrauen in die Nachhaltigkeitsversprechen dieser Gütezeichen. Vor diesem Hintergrund fordert Greenpeace mehr Klarheit und Transparenz durch ihren überarbeiteten Gütezeichenguide "Zeichen-Tricks". Laut Melanie Ebner, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace, sind klare, verlässliche Informationen für nachhaltige Entscheidungen unerlässlich. OTS.at berichtete, dass insbesondere renommierte Siegel wie das MSC und RSPO negative Auswirkungen auf Umweltziele haben können.
Zusätzlich zeigt die Umfrage, dass Konsumentinnen und Konsumenten vor allem auf das AMA-Gütezeichen vertrauen, welches mehr als 70 Prozent der Befragten spontan nannten. Dennoch ist dies irreführend, da konventionelle Produkte unter diesem Siegel oft nicht die von den Käufern erhoffte ökologische Wirkung haben. Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace, kritisiert die Marketingstrategien der AMA, die ein Bild naturnaher Landwirtschaft vermitteln, auch wenn gentechnisch verändertes Futter in der Tierhaltung weiterhin erlaubt ist. Dies führt dazu, dass viele Konsumenten im Glauben, hochqualitative Produkte zu kaufen, unwissentlich mit Gentechnik konfrontiert werden, warnte Kaller. Weitere Details zu diesen Ergebnissen finden Sie in einem Artikel auf Greenpeace.at.
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