München, Landkreis Fürstenfeldbruck (ots)

Ein dramatischer Vorfall hat am Samstagabend (2. November) die Bahnreisenden zwischen Maisach und Mammendorf in Atem gehalten! Ein 29-jähriger Mann aus Eritrea alarmierte die S-Bahn-Fahrerinnen und -Fahrer, indem er eine Vollbremsung auslöste. Der Grund? Er hatte seinen Rucksack in der S-Bahn vergessen und wollte ihn unbedingt wiederhaben – eine gefährliche Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen!

Um 20:10 Uhr bemerkte die Triebfahrzeugführerin der S-Bahn (Linie S3), dass sich ein Lichtschein auf den Gleisen befand. Kurzerhand leitete sie eine Schnellbremsung ein, die die S-Bahn mit einem Tempo von etwa 85 km/h gerade noch vor dem Mann zum Stehen brachte – nur zwei Meter trennten ihn vom Unglück! In einem verzweifelten Versuch erklärte der Eritreer, dass sich in seinem Rucksack sein Wohnungsschlüssel befand und er nicht von den Gleisen weichen würde, bis er ihn zurückbekommt. Doch die Situation eskalierte weiter!

Helikopter-Einsatz und Gleissperrung

Nach Rücksprache mit dem Fahrdienstleiter wurde der Mann in die S-Bahn genommen und die Bundespolizei informiert. Dennoch eskalierte die Situation, als der Eritreer die Notentriegelung der S-Bahn betätigte und in den Gleisbereich flüchtete. Mit einem Schotterstein in der Hand stellte er sich einem Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn in den Weg und drohte ihm mit einem Werfen – zum Glück blieb es bei Drohungen und der Sicherheitsfachmann zog sich zurück. Um 20:45 Uhr wurde schließlich die gesamte Gleisstrecke zwischen Maisach und dem Haltepunkt Malching gesperrt, während ein Bundespolizei-Hubschrauber zur Aufklärung der Situation angefordert wurde.

Die Gleissperrung hat für erhebliche Störungen im S-Bahn-Verkehr sowie im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen München und Augsburg gesorgt, und die Öffentlichkeit war in Alarmbereitschaft! Erst um 21:30 Uhr konnte die Sperrung aufgehoben werden, nachdem der Gleisbereich als sicher befunden worden war und der Rucksack des Eritreers gefunden wurde, samt einem Dokument, das seine Personalien und seinen Wohnungsschlüssel enthielt. Nun ermittelt die Bundespolizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Bedrohung und Nötigung. Die mögliche Haftstrafe für den Eritreer könnte ihm nun drohen!