Die Welt des Online-Datings birgt nicht nur Chancen für neue Bekanntschaften, sondern auch Risiken, wie der aktuelle Fall aus Siegburg zeigt. Eine 33-jährige Frau hat sich in einer angeblichen Liebesbeziehung verloren und dabei einen erheblichen Geldbetrag von etwa 35.000 Euro verloren. Der Vorfall, der sich Ende September und bis zum 16. Oktober 2023 entwickelte, ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie skrupellose Betrüger im Internet agieren.

Die Geschädigte meldete sich bei der Polizei, nachdem sie von einem unbekannten Mann auf einer Online-Partnerbörse kontaktiert wurde. Über Wochen hinweg baute der Scammer ein Vertrauensverhältnis auf. Er stellte sich als jemand in einer Prekärlage dar und überzeugte die Frau, ihm mehrere Überweisungen zukommen zu lassen. Mittlerweile hat die Polizei Informationen über den Vorfall erhalten, die darauf hinweisen, dass der Täter nach Erhalt des Geldes den Kontakt abgebrochen und sein Profil gelöscht hat.

Methoden des Love-Scammings

Das Phänomen des sogenannten Love-Scammings ist nicht neu, aber es scheint weiterhin an Intensität zuzunehmen. Oft suchen diese Betrüger auf Dating-Plattformen oder sozialen Netzwerken nach Opfern, die sie dann mit vermeintlichen Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäufen. Sie bringen die Opfer dazu, finanzielle Unterstützung zu leisten, indem sie emotional manipulative Geschichten erzählen, wie etwa Geldnot aufgrund einer Geschäftsreise oder dringenden medizinischen Bedürfnissen von Angehörigen.

Diese fiesen Taktiken sind besonders perfide, da sie bei den Opfern hohen emotionalen Stress hervorrufen. Häufig geben sich die Betrüger als wohlhabende Männer aus, die attraktive Berufe wie Ingenieure oder Soldaten angeblich in den USA oder Europa ausüben. In Wirklichkeit sitzen sie oftmals in Westafrika und nutzen gestohlene Bilder oder solche, die gezielt für Betrugszwecke erstellt wurden. Auch ihre sprachlichen Fähigkeiten sind meist ausgezeichnet, entweder durch perfektes Englisch oder den Einsatz kostspieliger Übersetzungstools.

Besonders die Persönlichkeiten von Scamming-Frauen sind darauf ausgelegt, durch heiße Fotos Aufsehen zu erregen. Sie geben sich als Krankenschwestern, Lehrerinnen oder Unternehmerinnen aus und sprechen oft mehrere Sprachen. Diese Frauen sind häufig aus Ländern wie Russland, Südamerika oder Afrika und nutzen ebenso gefälschte Identitäten und Bilder. Für die Opfer, die emotional in die Beziehung investiert haben, ist es eine grausame Realität, dass sie von diesen Bildern und Geschichten getäuscht wurden.

Die Polizei rät dringend dazu, bei Online-Beziehungen vorsichtig zu sein und nicht sofort Geldbeträge zu überweisen. Die wahre Identität eines potenziellen Partners lässt sich selten zuverlässig überprüfen. Wichtige Hinweise für die Opfer sind, Misstrauen bei übermäßigem Geldbedarf zu zeigen und sich nicht von emotional manipulierten Geschichten blenden zu lassen. Der Schutz vor solchen Betrügern bleibt weiter ein wichtiges Thema in der Welt des Online-Datings, und der aktuelle Fall aus Siegburg ist nur ein weiterer Beweis für die Gefahren, die lauern.

Für weitere Informationen über Love Scamming und wie man sich davor schützen kann, finden Sie aktuelle Berichte und Hinweise bei www.presseportal.de.