Am 13. Jänner 2026 steht die Skiwelt erneut im Fokus, insbesondere die tragischen Aspekte des Skisports. Der österreichische Paraski-Cheftrainer Manfred Widauer hat in seiner Karriere als Athlet zwei enge Freunde durch Ski-Unfälle verloren. Ein emotionaler Einschnitt, der ihn dazu veranlasste, seine Laufbahn als Skifahrer nach dem tödlichen Sturz von Gernot Reinstadler im Jahr 1991 zu beenden. Widauer war bei dem tödlichen Sturz des französischen Skifahrers David Poisson 2017 in Nakiska anwesend und hat seither die Risiken im Ski-Leistungssport schmerzlich erkennen müssen. Laut Krone beschreibt er, dass er die Unglücke verarbeitet hat und sich der Gefahren des Sports bewusst ist.
Aktuell findet beim Heim-Weltcup in Saalbach-Hinterglemm die erste Abfahrt auf der WM-Piste von 2025 statt, während am kommenden Wochenende die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen auf dem Programm steht. Dort verunglückte Reinstadler vor vielen Jahren. Diese Ereignisse zeigen auf eindringliche Weise das Risiko im Ski-Leistungssport. Jährlich gibt es zahlreiche tödliche Unfälle, die häufig im Training oder unter Wettkampfbedingungen geschehen, wie eine Übersicht über tödliche Unfälle im Skisport belegt. Im Jahr 2012 starben beispielsweise mehrere Athleten, darunter die kanadische Freestyle-Skierin Sarah Burke und der Freestyle-Skier Nick Zoricic, beide durch tragische Stürze während des Trainings und Wettkampfs, wie auf Wikipedia nachzulesen ist.
Aktuelle Sicherheitsherausforderungen im Ski-Sport
Die Thematik der Sicherheit im Skisport ist aktueller denn je. Nina Ortlieb, eine erfolgreiche österreichische Skirennläuferin, hat in ihrer Karriere zahlreiche Verletzungen erlitten, darunter schwere Knie- und Unterschenkelverletzungen. Trotz dieser Rückschläge hat Ortlieb nie an einem Karriereende gedacht und feierte ihr Comeback im Weltcup in St. Moritz, was einen durchaus beeindruckenden Willen und eine große Leidenschaft für den Sport zeigt. Als Reaktion auf die hohen Verletzungsraten und Todesfälle fordert die FIS neue Sicherheitsmaßnahmen, wie das Tragen von Airbags in Speed-Disziplinen, um das Risiko zu minimieren. Dies wird in einem Artikel von Sportschau thematisiert.
Die Diskussion über die Sicherheit im Ski-Leistungssport umfasst auch die Forderungen nach besseren Trainingsbedingungen. Athleten wie Ortlieb plädieren dafür, dass Trainingsstrecken ausschließlich von Profis genutzt werden sollten, um das Risiko zu reduzieren. Technische Verantwortliche, wie Karlheinz Waibel vom Deutschen Skiverband, betonen zwar die Notwendigkeit von Risikoanalysen und einer kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheitsbedingungen, lehnen jedoch eine Geschwindigkeitsreduzierung ab, da dies gegen die Natur des Sportes sei.
Die Herausforderungen im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheit der Athleten bleiben eine Daueraufgabe, die nicht nur die Sportler selbst, sondern auch Trainer, Verbände und Organisatoren betrifft. Das Engagement von Manfred Widauer im Paraski-Sport ist ein positives Beispiel dafür, wie trotz der ominösen Risiken gute Trainingsbedingungen geschaffen werden können. Er hebt hervor, dass Athleten mit Beeinträchtigungen schnell und sicher fahren können, was ihm große Freude bereitet.