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Paul Schrader in sexuellen Übergriffsskandal: Klage vor Gericht!

Der US-amerikanische Regisseur Paul Schrader, bekannt für Drehbücher zu Kultfilmen wie "Taxi Driver" und für seine Arbeiten mit Martin Scorsese, sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. In einer Klage, die von einer ehemaligen Assistentin im Gericht in New York eingereicht wurde, werden sexuelle Belästigung und Übergriffe gegen ihn erhoben. Schrader soll während des 2024 Filmfestivals in Cannes versucht haben, eine Frau in seinem Hotelzimmer zu küssen und sie dort festgehalten zu haben. Mehrere Tage später habe er sie unter einem falschen Vorwand zu sich zitiert und sich entblößt. Diese Vorwürfe basieren auf Gerichtsdokumenten, die von US-Medien zitiert werden.

Die Klage wurde eingereicht, nachdem Schrader einen außergerichtlichen Vergleich nicht eingehalten haben soll. Bedauerlicherweise liegt der Fall noch zur Prüfung vor und hat noch keine Fall-Nummer. Der Anwalt von Schrader, Phillip Kessler, bezeichnet die Klage als "verzweifelt, opportunistisch und leichtfertig" und betont, dass der Vergleich nie von Schrader unterzeichnet worden sei. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Schrader die Unschuldsvermutung.

Hintergrund zu den Vorwürfen

Die Vorwürfe gegen Schrader sind Teil einer breiteren Diskussion über sexuelle Belästigung im Kultur- und Medienbereich, die oft im Verborgenen stattfand. Im Anschluss an den aktuellen Diskurs über Vorfälle am Film-Set, wie die Berichterstattung über Til Schweiger, wird ein großes Machtgefälle zwischen einflussreichen Personen und ihren Mitarbeitenden deutlich. Die Gesetzgebung sieht vor, dass freiberuflich Arbeitende nicht ausreichend durch das Diskriminierungsverbot im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützt sind.

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Anlässlich dieser Situation hat die Staatsministerin Roth einen Aktionsplan zur Förderung eines Kulturwandels gestartet, der Selbstverpflichtungen und verbindliche Regeln gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Kunst- und Medienbranche fördern soll. Geplant sind Sanktionen für Personen, die sich nicht an die festen Regeln halten, sowie die Einführung von Antidiskriminierungsklauseln in allen Honorarverträgen.

Mediale Aufmerksamkeit und Publikationen

In Cannes stellte Schrader seinen neuesten Film "Oh, Canada" vor, der mit einem hochkarätigen Cast, unter anderem Richard Gere, Uma Thurman und Jacob Elordi, besetzt ist. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe könnten gravierende Auswirkungen nicht nur auf seine Karriere haben, sondern auch auf den Umgang mit ähnlichen Fällen innerhalb der Branche. Die Bundesregierung plant eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, um auch Selbstständige besser zu schützen und Diskriminierung wirksam zu bekämpfen.

Die bevorstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen und die anhaltende Diskussion über sexuelle Belästigung im Kulturbereich könnten eine entscheidende Rolle für die zukünftige Entwicklung vonrichtlinien und den Schutz von Mitarbeitenden im Film- und Mediensektor spielen.

Für detaillierte Informationen können die Berichte von Kleine Zeitung und Puls24 konsultiert werden, während das Thema um die Reformen im AGG in einem Bericht der Antidiskriminierungsstelle behandelt wird.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Sexualdelikte
In welchen Regionen?
New York
Genauer Ort bekannt?
New York, USA
Gab es Verletzte?
1 verletzte Person
Beste Referenz
kleinezeitung.at
Weitere Quellen
puls24.at

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