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Im Herzen von Kärnten, in der Stadt Wolfsberg, verwirklicht Wolfgang Hafner eine leidenschaftliche Mission: Über 40 Jahre hinweg hat er eine beeindruckende Sammlung von Volksmusikkultur zusammengetragen. Mit tausenden Schallplatten, Kassetten und Erinnerungsstücken ist seine Leidenschaft nicht nur ein persönliches Vergnügen, sondern auch ein Erbe, das er mit seinem Sohn Dominik teilt. Wie orf.at berichtet, begeistert sich der 16-Jährige, der seit seinem sechsten Lebensjahr musiziert, für die Volksmusik und begleitet seinen Vater bei der Suche nach weiteren Schätzen dieser einzigartigen Musikrichtung. Gemeinsam durchstöbern sie Flohmärkte in der Hoffnung, besondere Fundstücke zu entdecken, die das musikalische Erbe bereichern.
Bei der Pflege der Sammlung spielen nicht nur die Tonträger eine Rolle – auch Fotos, Autogramme und Bühnenkleidung der Fidelen Lavanttaler finden sich hier. Wolfgang Hafner erklärt, dass auch die Geschichten hinter der Musik von großer Bedeutung sind. Seine Suche nach älteren Aufnahmen und Berichten über die Anfänge der Gruppen zeigt, wie wichtig ihm die Verbindung zur Geschichte der Volksmusik ist. Trotz seiner sportlichen Karriere im Judo, wo er Vize-Europameister bei den Senioren wurde, verfolgt er sein Ziel, eines Tages ein Instrument zu lernen. Diese familiäre Verbindung zur Volksmusik könnte ein generationenübergreifendes Erbe schaffen.
Kontroverse um das Kunsthaus Zürich
Parallel zu Hafners musikalischer Leidenschaft steht eine andere Geschichte im Fokus der Schweiz: Der Bau des neuen Zürcher Kunsthauses, der durch die Provenienzforschung zur Bührle-Sammlung im Zentrum der Debatte steht. Die Stiftung sieht sich mit Fragen zur Herkunft ihrer Werke konfrontiert, die in den Kontext des Nationalsozialismus eingeordnet werden. So wie infosperber.ch anmerkt, bleibt unklar, wie das Kunsthaus mit den dunklen Aspekten der Vergangenheit eines der reichsten Zürcher umgeht. Die enge Verbindung von Emil Bührle zur Wehrmacht und seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs werfen einen Schatten auf seine Sammlung. Die Diskussion über den «gerechten» Preis und die Lieferung der Kunsterbstücke dominiert die öffentliche Debatte, während die Bührle-Stiftung argumentiert, dass man sich nur auf die Werke selbst konzentrieren möchte.
Zusätzlich kommt die Frage auf, ob das Kunsthaus offen und ehrlich mit Bührles Vermächtnis umgehen sollte. Es gibt Überlegungen, im neuen Pavillon auch eine der 20-mm-Kanonen auszustellen, die in direktem Zusammenhang mit Bührles Waffenproduktion standen. In diesem Spannungsfeld ist ungewiss, ob der geplante Standort das komplexe Erbe richtig vermittelt oder ob die Kunstwerke als bloße finanzielle Assets betrachtet werden. Ein aktiver Dialog könnte nicht nur die Bürger, sondern auch die Künstler der Stadt einbeziehen, um die historischen Kontexte von Kunst und deren Ausstellung zu hinterfragen.
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