
Hollywood hat einen seiner strahlendsten Stars verloren. Val Kilmer, der für seine ikonischen Rollen in Filmen wie „Top Gun“, „The Doors“ und „Batman Forever“ bekannt war, ist im Alter von 65 Jahren verstorben. Der Tod des Schauspielers wurde von seiner Tochter, Mercedes Kilmer, an die „New York Times“ gemeldet. Er starb an den Folgen einer Lungenentzündung und war zum Zeitpunkt seines Todes in Los Angeles, umgeben von Freunden und Familie.
Val Edward Kilmer wurde am 31. Dezember 1959 in Los Angeles geboren. Seine Karriere begann im Theater, wo er in Produktionen wie „Orestes“ und „The Wood Demon“ auftrat und an der Juilliard School studierte. Er debütierte 1984 in der Spionagekomödie „Top Secret!“, was den Grundstein für seine spätere Filmkarriere legte. 1986 erlangte er weltweite Bekanntheit durch die Rolle des Tom „Iceman“ Kazansky in „Top Gun“, der insgesamt 344 Millionen Dollar einspielte.
Ein Leben im Film
Kilmer galt in den 80er und 90er Jahren als einer der Topverdiener Hollywoods. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Willow“ (1988), „True Romance“ (1993), „Tombstone“ (1993) und „Batman Forever“ (1995). Besonders seine schauspielerische Darstellung von Jim Morrison im Biopic „The Doors“ (1991) brachte ihm kritische Anerkennung, obwohl es auch Spannungen mit Regisseur Oliver Stone über die Darstellung von Drogenmissbrauch gab. In den letzten Jahren zog sich Kilmer von Hauptrollen zurück und konzentrierte sich auf Nebenrollen, Theaterarbeit und Fernsehen.
Das Vermächtnis von Val Kilmer wurde auch durch seine Rückkehr in „Top Gun: Maverick“ (2022) geprägt, wo er erneut als Iceman auftrat. Diese Rolle war besonders bewegend, da seine Figur an Krebs erkrankt war, was reflektierte, was Kilmer selbst durchgemacht hatte. In einem Interview von 2020 äußerte Kilmer, dass er seine alte Stimme vermisse, was in der Fortsetzung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gemildert wurde, um ihm zu helfen, besser zu kommunizieren.
Kämpfe und Rückblicke
Im Jahr 2015 wurde bei Kilmer Kehlkopfkrebs diagnostiziert, was zu einer Chemotherapie und einem Luftröhrenschnitt führte. Diese gesundheitlichen Herausforderungen prägten ihm, jedoch ließ er sich nicht entmutigen. Ein Dokumentarfilm über sein Leben, mit dem Titel „Val“, feierte 2021 seine Premiere in Cannes und dokumentierte seine Reise und his Kämpfe im Leben sowie in der Schauspielerei.
Kilmers persönliche Lebensgeschichte war ebenso stark wie seine öffentliche Persona. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder, Mercedes und Jack. In der Vergangenheit hatte er prominente Beziehungen zu Stars wie Cher, Michelle Pfeiffer und Daryl Hannah. Zudem war Kilmer ein Mitglied der Religionsgemeinschaft „Christliche Wissenschaft“.
Der Verlust von Val Kilmer hinterlässt eine große Lücke in der Welt des Films. Er war nicht nur ein talentierter Schauspieler, sondern auch ein inspirierendes Beispiel für Durchhaltevermögen. Sein Erbe wird durch die unvergesslichen Charaktere, die er auf die Leinwand gebracht hat, weiterleben. Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, wird er von Fans und Kollegen gleichermaßen vermisst.
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