Erich von Däniken, ein einflussreicher Schweizer Autor, der für seine umstrittenen Theorien über Außerirdische berühmt wurde, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Hypothese, dass Außerirdische in der Vergangenheit die Erde besuchten und von den Menschen als Götter verehrt wurden. Laut kleinezeitung.at behauptete er, dass die monumentalen Pyramiden in Ägypten, insbesondere die Cheops-Pyramide, mit Hilfe extraterrestrischer Technologien erbaut wurden.

Von Däniken veröffentlichte zahlreiche Werke, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt und weltweit rund 70 Millionen Mal verkauft wurden. Sein erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit“ erschien 1968 und gilt als Meilenstein der spekulativen Geschichte. Hier deutete er verschiedene historische Rätsel als Beweise für außerirdische Interventionen. Seine Ansichten, dass viele biblische Berichte über Gott und Engel als Beschreibungen von Raumschiff-Landungen interpretiert werden könnten, stießen sowohl auf Bewunderung als auch auf heftige Kritik.

Theorien und Prediktionen

Im Laufe seiner Karriere stellte von Däniken mehrere kühnere Thesen auf. 2018 äußerte er die Prognose, dass die Menschheit innerhalb der nächsten zehn Jahre mit außerirdischen Formationen in Kontakt treten werde. Diese und viele andere kontroverse Aussagen machten ihn zu einer Schlüsselfigur in der Diskussion über das mögliche Zusammenspiel zwischen Menschen und extraterrestrischen Wesen, wie in einem Bericht von sueddeutsche.de beschrieben.

Von Däniken war Autodidakt und genoss ein facettenreiches Berufsleben, in dem er als Koch, Barkeeper und Hotelier tätig war. Er und seine Leidenschaft für das Thema Außerirdische führten ihn auf viele Reisen, bei denen er angebliche Spuren von extraterrestrischen Besuchen dokumentierte. Viele seiner Vorträge, auch auf seinem YouTube-Kanal, behandeln provokante Fragen, beispielsweise darüber, ob Außerirdische dieselben Geschlechtsorgane wie Menschen besitzen.

Globale Perspektive und Archäologische Debatten

Die Theorien von Däniken fügen sich in einen größeren Kontext einstiger archäologischer Rätsel ein. Monumentale Bauwerke wie die Pyramiden in Ägypten, die Nazca-Linien in Peru oder Stonehenge in England werfen seit jeher Fragen zur Entstehung auf. Während einige dieser Strukturen die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit zu übersteigen scheinen, zeigen neueste Forschungen, dass die Fähigkeiten und Erfindungsgabe früher Zivilisationen möglicherweise unterschätzt werden. So haben Archäologen herausgefunden, dass die Pyramiden mit Rampen und Hebelsystemen gebaut wurden, und dass die Inka in Peru über fortgeschrittene Techniken verfügten, um gigantische Steine zu transportieren, wie in einem Artikel von nationalgeographic.de erläutert.

Die Diskussion über von Dänikens Thesen und ähnliche Überzeugungen bleibt lebhaft, während die Sucher nach den Ursprüngen alter Zivilisationen und deren Baukünste die Debatte über das Wissen und die Möglichkeiten der Menschheit fortsetzen. Während einige seine Theorien als unseriös abtun, bleibt sein Erbe, das Fragen zu Identität und Existenz aufwirft, unbestreitbar und wird in der Kulturgeschichte der Menschheit weiterhin diskutiert.