Adrian Pertl, der talentierte Skirennfahrer des WSV Reichenau-Turrachhöhe, hat am 18. Jänner 2026 beim Weltcup-Slalom in Wengen erneut auf sich aufmerksam gemacht. Mit seinem 14. Platz und 18 Weltcup-Punkten erzielte er sein bestes Saisonresultat und markierte damit den ersten Platz in der Nähe der Weltspitze. Pertl überholte in dieser Veranstaltung mehrere etablierte Teamkollegen und gehört nun zu den drei besten Österreichern im Klassement. Das Rennen wurde vom Norweger Atle Lie McGrath gewonnen.
Pertl, der am 22. April 1996 in St. Veit an der Glan geboren wurde, hat sich in den letzten Jahren als einer der vielversprechendsten Slalom- und Riesenslalomfahrer Österreichs etabliert. Sein Aufstieg im alpinen Skiweltcup begann 2018 mit seinem Debüt, und bereits im Februar 2020 erreichte er sein erstes Podium mit einem dritten Platz im Slalom von Chamonix. Zu seinen bisherigen Erfolgen zählt auch die Silbermedaille im Riesenslalom bei der Weltmeisterschaft 2021 in Cortina d’Ampezzo, sowie mehrere Meistertitel auf nationaler Ebene.
Kampfgeist nach schwierigen Saisonen
In den letzten Saisonen sah sich Pertl jedoch mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Nach einem Kreuzbandriss und weiteren Verletzungen war er gezwungen, seine Karriere neu zu bewerten und seine Trainingsmethoden anzupassen. Trotz der Rückschläge hat er im Sommer intensiv trainiert, mit dem Ziel, zurück zu seinen besten Leistungen zu finden. Pertl äußerte sich darüber, dass er oft Schwierigkeiten hat, die Gründe für seine Leistungseinbrüche zu verstehen und betonte die Notwendigkeit, Risiken im Leistungssport einzugehen.
ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer zeigt sich optimistisch und stellt fest, dass Pertl in die Top Ten der Welt zurückkehren sollte. Pertls spezielle Fahrweise verleiht ihm Geschwindigkeit, birgt jedoch auch ein gewisses Fehlerpotenzial. Auch wenn Pertl in der Vergangenheit von der Olympiateilnahme enttäuscht wurde, setzt er sich momentan andere Prioritäten und konzentriert sich darauf, von Rennen zu Rennen besser zu werden.
Familie als Kraftquelle
Privatbereich ist Pertl glücklich verheiratet – er und seine langjährige Freundin Anna gaben sich im Juni 2024 das Ja-Wort, und ihr erstes Kind wurde im Oktober 2024 geboren. Die Familie gibt ihm eine starke Kraftquelle und hilft ihm, in schwierigen Zeiten die Motivation nicht zu verlieren. Pertl genießt es, Zeit mit seiner Familie in der Natur und in den Bergen zu verbringen, was ihm hilft, den Kopf frei zu bekommen.
Die kommende Saison wird entscheidend für Adrian Pertl sein, aber mit seinem unermüdlichen Einsatz und der Unterstützung seines Teams und seiner Familie ist er auf einem guten Weg zurück an die Spitze. Denkt man an seinen bisherigen Werdegang und die entschlossenen Schritte in den letzten Monaten, so bleibt zu hoffen, dass er weiterhin Erfolge im Alpinen Skiweltcup feiern kann und seine Fans in den kommenden Rennen begeistern wird.