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Tödlicher Raketenangriff in Krywyj Rih: 12 Tote, darunter Kinder!

Ein russischer Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Krywyj Rih, die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, hat am Freitag mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet, darunter zwei Kinder. Über 50 Verletzte wurden bislang gemeldet, was zeigt, wie stark der Konflikt das Alltagsleben in der Region beeinträchtigt. Dieser Angriff trifft insbesondere ein Wohnviertel, in dem mehrere Garageanlagen in Brand gerieten und mehrstöckige Wohnhäuser erheblich beschädigt wurden. Die Stadt, die etwa 600.000 Einwohner zählt, befindet sich nur rund 70 Kilometer von der Frontlinie entfernt und ist mittlerweile häufig Ziel von Luftangriffen, die in der Ukraine an der Tagesordnung sind. Am Mittwoch gab es bereits einen Raketenschlag in Krywyj Rih, bei dem mindestens vier Menschen starben, wie die Kleine Zeitung berichtet.

Die Anwohner berichten von erschütternden Erlebnissen. Tetiana Nikolaewna, eine Anwohnerin, schilderte, dass der Einschlag um 3 Uhr morgens viele Menschen in Panik versetzte. Die Druckwelle beschädigte nicht nur viele Wohnungen, sondern führte auch zu schweren Verletzungen, darunter schwerste Verbrennungen, die bei einigen Betroffenen tödlich endeten. Olena Wasilewna, die Chefärztin eines örtlichen Krankenhauses, sieht täglich die Auswirkungen dieser Angriffe, da zahlreiche Patient:innen mit gravierenden Verletzungen eingeliefert werden. Der psychische Druck auf die Überlebenden ist enorm: Viele haben alles verloren und benötigen dringend psychologische Hilfe. Die psychische Gesundheit der Bevölkerung ist ein zunehmend bedeutsames Thema.
Im Kontext der Gewalt wird deutlich, dass psychische Erkrankungen durch den Krieg verstärkt auftreten. Laut einer Analyse der Bundeszentrale für politische Bildung sind derzeit etwa 15,6 Millionen Familien in der Ukraine von einer Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit betroffen.

Psychische Gesundheit unter Druck

Die Situation in der Ukraine und die psychische Gesundheit der Bevölkerung stehen seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 zunehmend unter Stress. Über 14.000 Menschen sind seit 2014 gestorben, und mehr als 32 Millionen Menschen sind direkt oder indirekt von den kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Es wird geschätzt, dass jede:r vierte Ukrainer:in dem Risiko ausgesetzt ist, an psychischen Störungen zu leiden, wobei Kinder besonders gefährdet sind. Viele Kinder zeigen Symptome wie Panikattacken, was die Notwendigkeit von Unterstützungsprogrammen verdeutlicht.

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In der Ukraine gibt es mehrere Ministerien sowie Behörden, die Hilfe im Bereich der psychischen Gesundheit anbieten. Das Gesundheitsministerium verwaltet über 20.000 Psychiatriebetten und zahlreiche ambulante Einrichtungen. Trotz dieser Strukturen ist das ukrainische psychische Gesundheitssystem stark von sowjetischen Mustern geprägt und leidet unter Finanzierungsmangel sowie einem Personalmangel, was die Situation für viele Betroffene noch weiter erschwert. Die Tagesschau hebt hervor, dass der Zusammenhalt der Anwohner nach den Angriffen bemerkenswert ist, während die Angst und die Trauer über die Zukunft allgegenwärtig bleiben. Viele hoffen auf ein Ende der Angriffe und ein baldiges Ende des Krieges.


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Raketenangriff
In welchen Regionen?
Krywyj Rih
Genauer Ort bekannt?
Krywyj Rih, Zentralukraine, Ukraine
Gab es Verletzte?
50 verletzte Personen
Beste Referenz
kleinezeitung.at
Weitere Quellen
tagesschau.de

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