Am Abend des 8. Jänner 2026 kam es in Judendorf, Bezirk Graz-Umgebung, Steiermark, zu einem beunruhigenden Vorfall, der eine Familie in akute Gefahr brachte. Der Ausfall der Heizung führte dazu, dass stark rauchende Abgase aus einem offenen Kamin austraten. Dies hatte schwerwiegende gesundheitliche Folgen für zwei junge Buben im Alter von 8 und 9 Jahren sowie ihre 46-jährige Mutter, die alle drei ins LKH Graz eingeliefert wurden. Während die Mutter stabil blieb, erlitten die Buben vermutlich eine schwere Rauchgasvergiftung, deren genaue Schweregrad zum Zeitpunkt der Meldung jedoch noch unklar war. Der 43-jährige Vater der Kinder war während des Vorfalls anwesend, als die Feuerwehr zum Einsatz gerufen wurde.

Die Feuerwehr konnte den Brand im offenen Kamin erfolgreich löschen und die Wohnung belüften, um die Rauchgase zu beseitigen. Die Polizei stellte fest, dass der Kamin stark mit Briketts beheizt wurde, was die Lage zusätzlich gefährdete. Offene Kamine stellen ein grundsätzliches Risiko dar, insbesondere wenn die Heizungsanlagen nicht ordnungsgemäß gewartet werden oder als Notlösung missbraucht werden, wie in diesem Fall.

Ursachen für Schornsteinbrände

Ein Schornstein- oder Kaminbrand entsteht in der Regel durch die Entzündung von Ruß, der aus einer unvollständigen Verbrennung oder kondensierten Holzteer resultiert. Dies kann durch falsches Heizmaterial, wie nasses Holz, oder auch durch Sauerstoffmangel während der Verbrennung verursacht werden, berichten Fachquellen. Im Fall von Judendorf kam es durch den Heizungsausfall, der zur Verwendung des offenen Kamins führte, möglicherweise zu einer unzureichenden Luftzufuhr und folglich zu einem gefährlichen Rußbrand.

Die Temperaturen im Schornstein können extreme Werte erreichen, bis zu 1.400 °C, was für Mauerwerk und das gesamte Gebäude ein erhebliches Risiko darstellt. Glanzruß ist besonders gefährlich und tritt häufig bei der Verbrennung von feuchtem Holz auf. Schornsteinbrände sind nicht nur ein Problem für die betroffenen Haushalte, sie können auch umliegende Möbel und Strukturen entzünden, wodurch die Gefahr weiter steigt.

Vorbeugende Maßnahmen und Gefahren

Die Vorbeugung von Schornsteinbränden erfordert regelmäßige Wartung und sachgemäßes Heizen. Es wird empfohlen, stets trockenes Holz zu verwenden und die Schornsteinreinigung in festen Intervallen durchzuführen. Fachleute warnen zudem, dass Wasser niemals zur Brandbekämpfung bei Schornsteinbränden verwendet werden sollte, da es zu Druckanstiegen im Schornstein führen kann, die schwerwiegende Folgen haben können.

Aufmerksamkeit sollte auf Warnsignale wie Funkenflug, dicken schwarzen Rauch oder ein rauschendes Geräusch im Mauerwerk gelegt werden. Diese können auf drohende Gefahren hinweisen. Nach einem Brand sind eine fachgerechte Kontrolle des Schornsteins und der Feuerstätte notwendig, um sicherzustellen, dass das Risiko eines erneuten Brandes minimiert wird.

Insgesamt zeigt der Vorfall in Judendorf die Gefahren des unsachgemäßen Heizens und mahnt zur regelmäßigen Wartung von Kaminanlagen, um gesundheitliche und materielle Schäden zu vermeiden. Die Erkenntnisse von Wikipedia und Heizungssysteme sind essenziell für ein sicheres Wohnumfeld und unterstützen dabei, potenzielle Brandrisiken frühzeitig zu erkennen und präventiv entgegenzuwirken.

Die Berichterstattung über den Vorfall ist nicht nur eine Warnung an die betroffenen Familien, sondern auch eine Erinnerung an die gesamte Gemeinschaft, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Heizsystemen sind. Eine achtsame Nutzung und Wartung der Heizanlagen schützt nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch die Gesundheit der Bewohner.