Am 30. Jänner 2026 wurde das Projekt „Gemüsepyramide“ der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, bei Kindern ein Bewusstsein für gesunde Ernährung, regionale Lebensmittel und die Bedeutung der Landwirtschaft zu fördern. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf unterstützen diese wichtige Initiative, die das Lernen über die Herkunft von Lebensmitteln durch das selbstständige Pflanzen, Pflegen und Ernten von Gemüse ermöglichen soll.

Die Initiative betont, wie wichtig frisches Gemüse für das Wachstum und die Gesundheit von Kindern ist, wie aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der AGES hervorgeht. Nutzer wurden aufgefordert, täglich mindestens drei Portionen Gemüse zu konsumieren, wobei eine Portion für Kleinkinder 90 Gramm gegartem Gemüse entspricht. Diese Ernährungsrichtlinien stehen im Einklang mit den Empfehlungen der DGE, die die Vielseitigkeit und den Wert von frischen Lebensmitteln hervorhebt.

Gemüsepyramide und Starterpaket

Die Gemüsepyramide bietet auf einem Quadratmeter Platz für frisches Gemüse und kann von Gärtnerinnen, Gärtnern, Schulen, Gemeinden und Kindergärten genutzt werden. Um die Teilnahme zu erleichtern, erhalten alle Interessierten ein kostenloses Startpaket, das Bio-Saatgut (Karotten, Kopfsalat, Zitronenmelisse, Schnittlauch), eine Bauanleitung sowie Ernteinformationen enthält. Der Anmeldezeitraum für dieses Starterpaket ist vom 2. bis 22. Februar 2026, mit einer Auslieferung der Pakete Mitte April 2026. Jährlich sollen rund 5.500 Starterpakete versendet werden, um möglichst viele Kinder und deren Eltern zu erreichen.

Diese Initiative zur Förderung gesunder Ernährung kann auch mit der Diskussion über kindgerechte Lebensmittel in der Gesellschaft verknüpft werden. Wie auf kkh.de zu lesen ist, sind viele Produkte, die als „für Kinder“ gekennzeichnet sind, nicht unbedingt gesund. Beispiele dafür sind Quetschies, Frühstückscerealien und verschiedene Milchprodukte. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass Zucker weniger als 10% der täglichen Energiezufuhr ausmachen sollte, was besonders wichtig für Kinder ist.

Pädagogische Ergänzungen

Das EU-Schulprogramm bietet zahlreiche Materialien zur Unterstützung der Ernährungsbildung im Unterricht. Dies entspricht den Zielen der Gemüsepyramide, da auch in Schulen das Thema gesunde Ernährung zunehmend behandelt wird. Praktische Angebote im Unterricht fördern nicht nur den Umgang mit Lebensmitteln, sondern auch die Wertschätzung von heimischem Gemüse. Zudem können Schulprojekte, wie das Anlegen eines Schulgartens, dazu beitragen, dass Schüler*innen Verantwortung übernehmen und die Zusammenhänge zwischen Anbau und gesunder Ernährung praxisnah kennenlernen.

Für Rückfragen zum Projekt „Gemüsepyramide“ kann Kontakt mit Stefan Kaiser, der Kommunikationsleitung für Dorf- und Stadterneuerung, aufgenommen werden. Seine Kontaktdaten lauten: 0676 836 88 569, Stefan.kaiser@dorf-stadterneuerung.at.

Weitere Informationen zur Anmeldung für die Gemüsepyramide stehen auf der Webseite der Initiative bereit: www.soschmecktnoe.at/gemuesepyramide.