FPÖ-Landeschef Markus Abwerzger erlitt am vergangenen Freitagabend in Seefeld einen schweren Skiunfall. Der Vorfall ereignete sich während eines Abend-Schilaufs, bei dem der Politiker zwei Knochenbrüche erlitt. Dank der hervorragenden Rettungskette und medizinischen Versorgung vor Ort konnte Abwerzger schnell behandelt und operiert werden. Nach der Operation konnte er die Klinik in Hall wieder verlassen, ist jedoch weiterhin auf Unterstützung angewiesen.

In seiner Statement auf Facebook zeigt sich Abwerzger dankbar, dass trotz der schweren Verletzungen keine weiteren ernsthaften Schäden entstanden sind. „Ich hatte Glück im Unglück“, äußerte er und lobte die Freundlichkeit und Kompetenz des medizinischen Personals. Seine Mobilität wird in den kommenden Wochen eingeschränkt sein, doch Abwerzger bleibt motiviert und plant, von zu Hause aus zu arbeiten.

Aufruf zur Vorsicht und Dankbarkeit

Der Politiker appellierte an seine Follower, auf sich selbst zu achten und die Bedeutung von Familie und Gesundheit hervorzuheben. Aufgrund seiner Verletzungen wird er jedoch nicht an Veranstaltungen teilnehmen können. Abwerzger dankte zudem der Bergrettung Seefeld/Rosshütte und dem Roten Kreuz für ihre Unterstützung während des tragischen Vorfalls.

Markus Abwerzgers Skiunfall wirft ein Licht auf die zunehmende Anzahl von Skiunfällen in den letzten Jahren. Besonders nach der Corona-Pandemie steigt die Zahl der Verletzten auf den Pisten wieder an. Laut Angaben des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, Professor Dieter Pennig, ballen sich die Verletzungen oft in kurzer Zeit, was die Unfallmedizin vor Herausforderungen stellt.

Häufige Verletzungsarten beim Skifahren

Im Winter 2022/23 benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Menschen aufgrund von Skiunfällen ärztliche Hilfe. Ein Blick auf die häufigsten Verletzungsarten zeigt, dass besonders Knieverletzungen, die 27,4% der Fälle ausmachen, sowie Schulterverletzungen mit 16,7% hohe Risikofaktoren darstellen. Viele dieser Verletzungen treten oft am Nachmittag und in unauffälligen Situationen auf, was Sportler zusätzlich unter Druck setzen kann.

  • Knieverletzungen: 27,4% der Skiunfälle
  • Schulterverletzungen: 16,7%
  • Verletzungen an Kopf (6,6%) und Hals (4,8%) bleiben konstant

Die Risiken beim Skifahren sind vor allem in der jüngeren Vergangenheit durch eine veränderte Altersstruktur der Skifahrer gestiegen. Personen über 65 Jahre sind besonders häufig von Kreuzbandrissen betroffen. Präventive Maßnahmen, wie körperliches Training und regelmäßige Materialpflege, sind entscheidend, um Unfälle zu vermeiden. Außerdem wird empfohlen, sich gegen Skiunfälle abzusichern, da die Kosten für Bergungen bis zu 5.000 Euro betragen können, welche von gesetzlichen Krankenkassen nur teilweise übernommen werden.

Die Ereignisse rund um Abwerzgers Skiunfall und die allgemeine Zunahme der Skiunfälle unterstreichen die Wichtigkeit von Sicherheitsvorkehrungen im Skisport und der Aufmerksamkeit auf persönliche Sicherheit auf der Piste.

Für weitere Informationen zu den Ursachen und Präventionsmaßnahmen von Skiunfällen stehen folgende Artikel zur Verfügung: exxpress.at, heute.at, und apotheken-umschau.de.