Vernissage in Lassach: Untergantschnig zeigt Kunst zwischen Mensch und Gesellschaft
Am 10. Oktober 2025 eröffnete die Ausstellung "FORMENdIALOG" von Bildhauer Heinrich Untergantschnig in Lassach, Mölltal.

Vernissage in Lassach: Untergantschnig zeigt Kunst zwischen Mensch und Gesellschaft
Am 10. Oktober 2025 fand die Vernissage „FORMENdIALOG“ des renommierten Mölltaler Bildhauers Heinrich Untergantschnig im malerischen Garten des Gasthauses „Zur Guten Quelle“ in Lassach statt. Diese Ausstellung bietet einen umfassenden Querschnitt seiner künstlerischen Arbeiten und ist bis zum 26. Oktober 2025 geöffnet. Zahlreiche Freunde, Wegbegleiter und kunstinteressierte Besucher aus der Region waren bei dieser festlichen Eröffnung anwesend.
Heinrich Untergantschnig, geboren 1959, lebt und arbeitet auf seinem selbst renovierten Bergbauernhof am Grafenberg in Flattach. Seine künstlerische Ausbildung umfasst den Besuch der Schnitzschule in Hallein sowie die Meisterschule für Bildhauerei in München, wo er sich mit griechischer Mythologie und sakraler Kunst auseinandersetzte. Die Vernissage brachte seine Werke in den Fokus, die komplexe gesellschaftliche und soziale Verhältnisse reflektieren. Eines der Hauptwerke, die während der Ausstellung präsentiert werden, ist „Brot an der Grenze“, das das Bedürfnis nach Gemeinschaft und die Realität der Ausgegrenztheit thematisiert, was besonders relevant in der heutigen Zeit ist.
Ein Leben der Kunst und Landwirtschaft
Untergantschnig hat sich nicht nur als Bildhauer etabliert, sondern verbindet seine Kunst auch eng mit seiner Lebensweise als Landwirt. Auf seinem Hof praktiziert er Nachhaltigkeit und hält Tiere, während er gleichzeitig an seinen künstlerischen Projekten arbeitet. Seine Werke, die sowohl sakrale als auch profane Themen umfassen, reflektieren oft gesellschaftskritische Ansätze und zeigen die Wechselwirkungen zwischen Kunst und dem sozialen Kontext, in dem sie entstanden sind. In diesem Sinne spiegelt seine Kunst auch die zeitgenössischen Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft wider, wie dies beispielsweise auch in den Erkenntnissen von artbooksheidelberg.de diskutiert wird.
Der Künstler verwendet bevorzugt Materialien wie Krastaler Marmor, Kalkstein und Granit. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen die 3,45 Meter hohe Christusfigur in der Pfarrkirche Mallnitz und das Projekt „Das große soziale Gefüge“ in Velden am Wörthersee. Diese Werke zeigen nicht nur seine handwerklichen Fähigkeiten, sondern auch seine tiefere Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Fragestellungen der modernen Gesellschaft.
Künstlerischer Beitrag zur Gesellschaft
Die Themen, die Untergantschnig in seinen Arbeiten behandelt, stehen im Einklang mit den Einsichten aus der Kunstgeschichte, die besagen, dass Kunst ein Ausdruck der gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen ist. Als Katalysator für gesellschaftlichen Wandel kann Kunst zur Selbstreflexion anregen und gesellschaftliche Dialoge anstoßen. Die Ausstellung „FORMENdIALOG“ bietet somit nicht nur eine Plattform für die künstlerische Auseinandersetzung, sondern auch für das Verständnis der sozialen und emotionalen Dynamiken, die das Leben der Menschen prägen.
Während der Vernissage hielt Pfarre Rudolf Pacher eine Laudatio, in der er die besondere Verwurzelung des Künstlers am Graffenberg betonte. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe gschrems, was zum festlichen Rahmen der Eröffnung beitrug.