
In Kirchbichl wurden heute neue Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung übergeben. Diese Wohneinheiten sind nicht nur ein Schritt in Richtung inklusives Wohnen, sondern fördern auch ein selbstbestimmtes Leben. Die Lebenshilfe wird die neue Wohngruppe betreuen und sorgt somit für eine umfassende Unterstützung der Bewohner.
Die von der gemeinnützigen Bauvereinigung "meine heimat" errichtete Wohnanlage umfasst vier Einheiten, die speziell für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung konzipiert wurden. Wohnbaureferentin Gaby Schaunig stellte die Wichtigkeit des gemeinnützigen Wohnbaus hervor. Sie betonte dabei die Schaffung von leistbarem Wohnraum und die Bedeutung solcher Projekte für die Gesellschaft.
Nachhaltige Bauweise
Die neue Wohnanlage setzt zudem auf nachhaltige Technologien. Dazu gehören unter anderem Fernwärme, Fußbodenheizung und eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Eine Photovoltaikanlage sorgt für Mieterstrom und erhöht somit die Effizienz der Gebäude.
Landesrätin Beate Prettner sowie Gemeinderat Daniel Fellner hoben die soziale und wirtschaftliche Bedeutung dieser Wohnprojekte hervor und wiesen auf deren Vorbildcharakter für zukünftige Initiativen hin.
In Bezug auf die zunehmenden Herausforderungen, die mit der sich verändernden Altersstruktur in der EU einhergehen, betonen Experten die Notwendigkeit neuer Wohnformen. Inklusive Wohnformen, die sich durch eine hohe Durchmischung der Bewohnerschaft und bauliche Vorkehrungen auszeichnen, sind essenziell, um selbstbestimmtes und gemeinwesenorientiertes Wohnen im Alter zu ermöglichen. Flexibilität in Wohnungsgrößen ist entscheidend für die diverse Bewohner:innenstruktur, die von Rentner:innen bis hin zu Familien reicht. Building Social Ecology fragt nach flexiblen Grundrissen, die unterschiedliche Wohnformen und -größen zulassen.
Wichtige Planungsaspekte
Die Planung inklusiver Wohnprojekte ist komplex und erfordert eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren. Best Practices zeigen, dass frühzeitige Einbeziehung von zukünftigen Bewohner:innen, Ämtern, Geldgebern und Entscheidern von entscheidender Bedeutung ist. Dazu sollten auch Brandschutzmaßnahmen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden, insbesondere bei größeren Wohngemeinschaften.
WOHN:SINN hebt hervor, dass gute Beratung und Prozessbegleitung entscheidend sind, um nachhaltige Lösungen zu finden und Kompromisse zu schließen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neu übergebene Wohnanlage in Kirchbichl nicht nur einen wichtigen Schritt in Richtung inklusives Wohnen darstellt, sondern auch ein Beispiel dafür ist, wie durch sorgfältige Planung und den Einsatz nachhaltiger Technologien eine positive Wohnumgebung für alle geschaffen werden kann.
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