Krisenhilfe für Kinder: Psychotherapie nach Schul-Shooting in Graz

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Der ÖBVP fordert nach dem School-Shooting in Graz verstärkten psychosozialen Support für Betroffene und Schulen.

Der ÖBVP fordert nach dem School-Shooting in Graz verstärkten psychosozialen Support für Betroffene und Schulen.
Der ÖBVP fordert nach dem School-Shooting in Graz verstärkten psychosozialen Support für Betroffene und Schulen.

Krisenhilfe für Kinder: Psychotherapie nach Schul-Shooting in Graz

Am 12. Juni 2025 äußert der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) große Betroffenheit über das tragische School-Shooting in Graz. In einer Stellungnahme gilt das Mitgefühl den betroffenen Familien, Freunden, Lehrern und allen, die in dieses traumatische Ereignis involviert waren. Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP, hebt die Notwendigkeit von psychotherapeutischer Begleitung für Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen nach solchen Erlebnissen hervor. Diese Unterstützung ist entscheidend, um Traumata zu verarbeiten und langfristigen Folgeschäden vorzubeugen. Laut dem ÖBVP sollte eine solche Begleitung schnell und bedarfsgerecht erfolgen.

Darüber hinaus betont die Organisation, dass Psychotherapie in Schulen niederschwellig zugänglich sein sollte, was das Projekt fit4SCHOOL verdeutlicht. Die Möglichkeit zur psychotherapeutischen Beratung vor Ort, sowie Kooperationen mit niedergelassenen Therapeuten, können helfen, den Zugang zur Unterstützung frühzeitig zu ermöglichen. Zudem fordert der Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ÖGKJP) einen stärkeren psychosozialen Support an Schulen.

Rolle der Schulen und psychosoziale Unterstützung

Béa Pall, ein Mitglied des Präsidiums des ÖBVP, hebt die Rolle der Schulen als Orte für soziale und emotionale Entwicklung hervor. Die Versorgung mit psychotherapeutischen Hilfen sollte insbesondere nach belastenden Situationen kostenfrei für Betroffene sein. Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat der steirische Landesverband für Psychotherapie (STLP) mehr als hundert Psychotherapeuten für die Akutversorgung gewonnen. Das STLP bietet kostenfreie Psychotherapie-Einheiten und Psychotherapeuten im öffentlichen Raum an, um eine umfassende Unterstützung zu gewährleisten.

Das psychosoziale Unterstützungsteam der Schulpsychologie Steiermark ist ebenfalls aktiv in diesem Bereich. Das Team bietet psychosoziale Beratung und Unterstützung für Schüler:innen, Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte. Es setzt sich aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen und Pädagog:innen zusammen, die über die notwendige Erfahrung im Schulbereich verfügen. Die Unterstützung zielt darauf ab, die Schulqualität zu verbessern und insbesondere die sozialen Aspekte des Lebensumfelds von Kindern und Jugendlichen zu stärken, um den Einfluss benachteiligender Lernmilieus zu kompensieren.

Psychosoziale Gesundheit als Grundlage für Bildungserfolg

Die psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen spielt eine entscheidende Rolle für deren schulische Leistungen und Bildungserfolg. Familiäre Probleme, soziale Konflikte und Krisen können die psychosoziale Entwicklung erheblich beeinträchtigen. Faktoren wie sichere Bindungen, emotionale Unterstützung und Ermutigung sind wichtig für die gesunde Entfaltung junger Menschen. Studien zeigen, dass Symptome wie Ängstlichkeit, Depression und Schlafstörungen zunehmend bei Kindern und Jugendlichen auftreten, was unterstreicht, dass die Förderung der psychosozialen Gesundheit unverzichtbar ist.

In Anbetracht gesellschaftlicher Entwicklungen und Krisen ist der Bedarf an zielgerichteter Unterstützung für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Krisenzeiten besonders hoch. Das Engagement der Organisationen und die Initiativen wie das Schulpsychologie-Team sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer besseren psychosozialen Versorgung und gesunden Entwicklung der jungen Generation in Österreich.

Für weitere Informationen und Unterstützung können sich Interessierte an die Bildungsdirektion Steiermark unter der Telefonnummer 05 0248 345 450 oder per E-Mail an schulpsychologie@bildung-stmk.gv.at wenden.