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Die Lage im österreichischen Fußball ist angespannt: Ein Machtkampf zwischen den Spielern des Nationalteams und den Funktionären des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) sorgt für Unruhe. Superstar David Alaba, unterstützt von anderen prominenten Spielern wie Marko Arnautovic und Marcel Sabitzer, fordert mehr Professionalität und eine Reform im Verband, nachdem der Geschäftsführer Bernhard Neuhold entlassen werden sollte. Alaba und Co. haben sich in einer E-Mail an die ÖFB-Chefs gewandt und um ein persönlich Gespräch gebeten, da sie Neuholds Rauswurf für nicht gerechtfertigt halten. Laut wienerzeitung.at erhoffen sie sich von Neuhold Unterstützung für ihre ambitionierten Ziele, wie die Qualifikation für die WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA.
Das Konfliktherd wird zusätzlich angeheizt durch die unterschiedlichen Ansichten über die künftige Ausrichtung des ÖFB. Ralf Rangnick, der Trainer des Nationalteams, möchte einen grundlegenden Wandel herbeiführen, wird jedoch von den Funktionären ausgebremst. Nach einem hitzigen Treffen am 11. November, bei dem die Spieler den ÖFB-Bossen ihre Bedenken zum Ausdruck brachten, wurde klar, dass die Führungsriege des Verbands zerstritten ist und keine einheitliche Linie verfolgt. Laut der krone.at bandele sich bei den Spielern der Unmut, dass sie nicht die Wertschätzung erhalten, die ihrer sportlichen Leistung gebührt. „Wir sind doch keine Schülermannschaft“, lauteten die Stimmen aus dem Team, während der Druck auf die Funktionäre steigt, endlich Entscheidungen zu treffen, die dem Wohl des Fußballs dienen.
Die Situation eskalierte weiter als ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer kürzlich zurücktrat, was die Unsicherheit innerhalb des Verbands verstärkt. Der Rücktritt wurde mit "persönlichen Diffamierungen und Anschuldigungen" in Verbindung gebracht. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf: Wird es den Spielern und Rangnick gelingen, den Verband auf Kurs zu bringen? Und wird sich der ÖFB reformieren, um die dringend benötigte Professionalität zu erreichen? Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu klären, ob die Stimmen des Nationalteams Gehör finden oder ob der bestehende Konflikt weiterhin das Bild des österreichischen Fußballs prägt.
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