Forschung

Schweizer Forscher auf Erfolgskurs: Neue Hoffnung im Kampf gegen Malaria!

Weltweit stirbt alle zwei Minuten ein Mensch an Malaria, und die Gefahr ist nach wie vor enorm. Doch nun haben Schweizer Forscher einen vielversprechenden Durchbruch in der Impfstoffentwicklung erzielt, wie krone.at berichtet. Sie haben ein Gen identifiziert, das eine neue Generation von Lebendimpfstoffen ermöglichen könnte. Dieser Impfstoff könnte auf einem genetisch modifizierten Malariaparasiten basieren, der keine Krankheit auslöst, aber das Immunsystem stimuliert. 

Ursprünglich testeten die Wissenschaftler den modifizierten Parasiten, der eng verwandt mit dem Krankheitserreger von Malaria ist, an Mäusen. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „PLOS One“, zeigen, dass der Impfstoff das Immunsystem effektiv anregt und Gedächtniszellen bildet. Volker Heussler von der Universität Bern erklärte, dass der Parasit in der Leberzyklus-Phase deaktiviert wird und somit keinen Fieberschub auslösen kann. Dieses Verfahren könnte sich als sicher und effizienter herausstellen, im Vergleich zu bestehenden Impfstoffen, die lediglich einen Teil des Erregers verwenden und nur begrenzten Schutz bieten. Laut SNF könnte der Einsatz eines abgeschwächten Lebendimpfstoffs die Wirksamkeit erheblich erhöhen.

Für die Forschung wurde ein Screening mit 1.500 Varianten des Parasiten durchgeführt, bei denen spezifische Gene ausgeschaltet wurden. Das Ziel war es, eine Variante zu finden, die den Parasiten am Wachstum in der Leber hindert, ohne ihn vollständig zu eliminieren. Dies ermöglicht eine optimale Stimulation des Immunsystems und könnte entscheidend sein, um eine zukünftige Malariaimpfung zu entwickeln. Obwohl der Weg zu einem sicheren Impfstoff noch lang ist, sieht Heussler positive Ansätze, da „die Infektion der Leberzellen ein Flaschenhals ist, wo man den Parasiten packen und eliminieren kann“.

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Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Bern, Schweiz
Beste Referenz
krone.at
Weitere Quellen
snf.ch

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