In Herzogenburg, Niederösterreich, wurde am Montag, dem 1. Dezember 2025, ein beunruhigender Vorfall an der Polytechnischen Schule gemeldet. Ein 14-jähriger Schüler drohte mehreren Schülerinnen mit dem Tod, was umgehend als ernst zu nennend eingestuft wurde. Der Direktor der Schule entschloss sich, den Schüler zu suspendieren und erstattete Anzeige, um das Sicherheitsgefühl an der Schule zu wahren berichtet 5min.
Im Nachgang zu den Drohungen erhält die betroffenen SchülerInnengruppe Unterstützung vom schulpsychologischen Dienst. Die psychologische Betreuung in Schulen ist besonders wichtig, da Schulen häufig mit belastenden Ereignissen konfrontiert sind, welche die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigen können stellt die Psychologenakademie fest.
Ergebnisse aus den Ermittlungen
Die Ermittlungen zum Vorfall in Herzogenburg zeigen, dass solche Bedrohungen nicht isoliert betrachtet werden können. Ähnliche Vorfälle wie Drohschreiben an Schulen in Nordrhein-Westfalen, die teilweise von Jugendlichen als Trittbrettfahrer verfasst wurden, haben in den letzten Monaten zugenommen. Ziel dieser Drohungen scheint es oft zu sein, Prüfungen oder Schulaktivitäten zu stören berichtet der WDR.
In einem Fall wurde ein 20-Jähriger vor Gericht gestellt, der im Herbst 2023 zahlreiche Droh-Mails versendet hatte. Diese Vorfälle bringen die Behörden in eine schwierige Situation, da sie der öffentlichen Aufmerksamkeit ausgesetzt sind und gleichzeitig die Gefahr von Nachahmern nicht unterschätzt werden darf. NRW-Schulministerin Dorothee Feller betont die ernsthaften Konsequenzen für alle Beteiligten im Umgang mit Drohschreiben.
Rolle der Schulpsychologie
Vorfälle wie die Drohung des 14-jährigen Schülers verdeutlichen die Notwendigkeit effektiver Krisenmanagementstrukturen in Schulen. Die Schulpsychologie spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da sie präventiv tätig ist und Unterstützung bei Krisen bietet. Eine professionelle Schulpsychologie fördert nicht nur Sicherheit und Resilienz im Schulalltag, sondern entwickelt auch Krisenmanagementpläne und Trainings für Lehrkräfte informiert die Psychologenakademie.
Dazu gehört die Ausbildung von Krisenteams sowie regelmäßige Übungen, die auf Notfälle vorbereiten. Kriseninterventionen sind entscheidend, um psychische Erste Hilfe zu leisten und den betroffenen SchülerInnen psychologische Unterstützung beim Umgang mit den Erlebnissen zu bieten.
Die Herausforderungen, mit denen Schulen heute konfrontiert sind, von psychosozialen Belastungen bis hin zu der Notwendigkeit von Inklusion und Digitalisierung, erfordern eine kontinuierliche Professionalisierung und eine enge Verzahnung von Praxis und Forschung.
Der Vorfall in Herzogenburg ist ein weiterer erschreckender Beweis dafür, wie wichtig es ist, dass Schulen über die notwendigen Ressourcen und Strategien verfügen, um auf Bedrohungslagen vorbereitet zu sein. In dieser Situation wird deutlich, dass gemeinschaftliche Anstrengungen nötig sein werden, um das Wohl der Schülerinnen und Schüler zu schützen und zu fördern.