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Am 28. Februar 2025 entgleiste in der Region Přerov, Tschechien, ein mit giftigem und brennbarem Benzol beladener Güterzug. Die entgleiste Lokomotive sowie mindestens fünf Kesselwagen ignitierten und lösten einen heftigen Brand aus. Bilder zeigen Flammen und eine massive schwarze Rauchsäule, was sofort eine besondere Alarmstufe der Feuerwehr zur Brandbekämpfung auslöste, wie fireworld.at berichtete. Die örtliche Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen und eine Ausbreitung zu verhindern. Die gefährlichen Dämpfe führten zu einer dringenden Warnung an die Anwohner, die Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Glücklicherweise gab es bei diesem Vorfall keine Personenschäden; jedoch ist die genaue Ursache der Entgleisung noch unklar und wird von den zuständigen Behörden untersucht. Diese Situation verdeutlicht die potenziellen Gefahren, die mit dem Transport gefährlicher Stoffe wie Benzol auf der Schiene verbunden sind. Benzol ist eine flüchtige organische Verbindung, die beim Menschen krebserregend wirken kann und auch akute Gesundheitsschäden verursachen kann, wie tagesspiegel.de hinweist. Der betroffene Ort Hustopece nad Becvou, etwa 250 Kilometer östlich von Prag, hat knapp 1.800 Einwohner und ist nicht unbescholten, was derartige Unfälle angeht. In der Vergangenheit kam es bereits zu ähnlichen Vorfällen, die ebenfalls alarmierende Sicherheitsfragen aufwerfen.
Aufgrund des Unfalls wurden mehrere Eurocity-Züge in Richtung Slowakei gestrichen, sodass Fahrgäste ihre Reise mit Bussen fortsetzen mussten. Der betroffene Streckenabschnitt wurde gesperrt, was zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr führte. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in Tschechien; so entgleiste etwa im Januar 2017 ein Güterzug in Studenka, aus dem Benzol austrat, jedoch keine Explosion verursachte. Die Wiederholung solcher Vorfälle ist alarmierend und wirft Fragen bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit gefährlichen Gütern auf.
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