Am 24. November 2025, um 12:38 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Brand in einer Maschinenhalle eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs in Tscheltsch bei Liesing, Kärnten, alarmiert. Der Brand wurde von einem 51-jährigen Bekannten entdeckt, der starke Rauchentwicklung bemerkte. Der 43-jährige Land- und Forstwirt hatte zuvor eine Zugmaschine in der Halle abgestellt, die beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand. Dicke Rauchschwaden hatten sich aus dem Gebäude erhoben, was die Situation erheblich gefährlich machte.

Die örtlichen Feuerwehren begannen sofort mit einem ersten Löschangriff unter schwerem Atemschutz. Besondere Vorsicht war geboten, da sich eine Photovoltaikanlage neben dem brennenden Fahrzeug befand, deren Speicher zunächst vom Netz getrennt werden musste, bevor effektive Löschmaßnahmen eingeleitet werden konnten. Aufgrund der intensiven Hitze ließ sich die Garagentüre nicht öffnen, weshalb sie gewaltsam entfernt werden musste, um Zugang zum Brandherd zu erhalten.

Effiziente Löscharbeiten und hohe Sachschäden

Die Feuerwehr Liesing und insgesamt sechs weitere Feuerwehren, darunter Birnbaum, St. Lorenzen im Lesachtal, Maria Luggau, St. Jakob im Lesachtal, Obertilliach, Kartitsch und Sillian, waren mit rund 100 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen vor Ort. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, wurde eine über 1.200 Meter lange Zubringerleitung errichtet. Besonders problematisch war die Brandausbreitung, die durch den Wind angefacht wurde und auf etwa 60 eingelagerte Heuballen übergriff. Anwohner und Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um sich vor dem starken Rauch zu schützen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten unter Personen oder Tieren.

Nach kurzer Zeit gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, jedoch dauerten die Löscharbeiten bis in die Nacht hinein an. Die Halle und die Zugmaschine erlitten durch den Brand massive Schäden; die Zugmaschine brannte nahezu vollständig ab. Die Schäden wurden in einer ersten Einschätzung im hohen sechsstelligen bis millionenschweren Bereich angesetzt. Die genaue Schadenshöhe und die Brandursache sind noch nicht abschließend geklärt, wofür die Polizei nun die Ermittlungen übernommen hat.

Aussichten und Brandursachen

Die Erkenntnisse zur Brandursache könnten potenziell wertvolle Hinweise liefern, da Mängel an elektrischen Installationen für einen signifikanten Anteil an Bränden in der Landwirtschaft verantwortlich sind. Laut BFB CIPI können veraltete Leitungen, fehlerhafte Anschlussstellen oder auch Kabelfrass durch Mäuse und Ratten zu gefährlichen Situationen führen. Diese Umstände sind nicht zu unterschätzen, vor allem in der landwirtschaftlichen Nutzung.

Die örtlichen Feuerwehren haben jedoch schnell und konsequent gehandelt und somit eine Ausbreitung des Feuers auf die gesamte Maschinenhalle verhindern können. Die Erfahrung und das Wissen der Landwirte im Umgang mit elektrischen Geräten spielen eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung solcher Brandursachen. Dennoch ist eine regelmäßige Überprüfung und Wartung der Elektrik in landwirtschaftlichen Gebäuden dringend empfohlen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.

Insgesamt erinnert dieser Vorfall an die Wichtigkeit gut funktionierender vorbeugender Maßnahmen in der Landwirtschaft. Die Relevanz von Brandschutz und Sicherheitsvorkehrungen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.