Die Stadt Rom hat kürzlich ein neues Zutrittssystem für den berühmten Trevi-Brunnen eingeführt, um die Besucherströme zu regeln und das historische Monument zu schützen. Seit dem 2. Februar 2026 müssen Touristen einen Eintrittspreis von zwei Euro bezahlen, um Zugang zum abgegrenzten Bereich rund um den Brunnen zu erhalten. Dies wurde notwendig, um die Ordnung zu verbessern und Überfüllung zu vermeiden, da täglich zwischen 30.000 und 70.000 Menschen den Brunnen besuchen. Die Stadtverwaltung plant, mit dieser Maßnahme ein besseres Besuchererlebnis zu schaffen und gleichzeitig das Denkmal zu schützen. Laut exxpress.at soll die Obergrenze von 400 Personen, die sich gleichzeitig im unmittelbaren Bereich aufhalten dürfen, konsequent durchgesetzt werden.

Die neuen Ticketregelungen umfassen separate Zugänge für Einheimische und Touristen. Zugang zum Wasserbecken ist nur mit Ticket möglich, was die Zahl der Messeträchtigen weiter reguliert. Die Platzfläche vor dem Brunnen bleibt jedoch für alle zugänglich. Für bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Kinder unter sechs Jahren, Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen, ist der Zugang kostenlos. Gemeinsam mit diesen Maßnahmen verfolgt die Stadt Rom auch das Ziel, den Tourismus nachhaltig zu gestalten und den Massentourismus zu reduzieren, ähnlich wie in anderen europäischen Städten wie Venedig n-tv.de.

Regulierung des Tourismus in Europa

Roms Schritt ist Teil eines größeren Trends in Europa, wo viele Städte mit den Herausforderungen des Massentourismus konfrontiert sind. Ähnliche Maßnahmen wurden in insgesamt mehreren italienischen Städten ergriffen. Venedig, zum Beispiel, hat bereits im April 2024 eine Tagesgebühr von fünf Euro eingeführt, um die Touristenströme zu steuern und die Einnahmen für den Stadtschutz zu generieren. Bislang wurden dadurch 2,2 Millionen Euro generiert, was unterstreicht, wie notwendig solche Maßnahmen sind, um den Belastungen durch den Tourismus entgegenzuwirken zdfheute.de.

Der Tourismus in Südeuropa ist nach wie vor äußerst attraktiv. Spanien verzeichnete in 2023 85 Millionen internationale Touristen, eine Zahl, die zum Teil auch für andere europäische Reiseziele gilt. In Reaktion auf Proteste haben Städte wie Barcelona und Mallorca ebenfalls entsprechende Maßnahmen angekündigt, um die Lebensqualität der Einheimischen zu verbessern und den Druck durch Touristen zu verringern.